Luterbach: Schaffner-Konzernchef tritt per sofort zurück

Er hatte die Luterbacher Schaffner Gruppe in den letzten Jahren neu ausgerichtet und international platziert – nun geht Alexander Hagemann von einem Tag auf den anderen. Der Chef verlässt den Konzern per sofort.

Hagemann im Dezember 2013 bei der Präsentation der Rechnung des Geschäftsjahres 2012/2013 Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Alexander Hagemann ist ab sofort nicht mehr Konzernleiter der Schaffner Group. Keystone

An der Spitze des Komponentenherstellers Schaffner kommt es zu einem abrupten Wechsel. Der Konzernchef Alexander Hagemann verlässt das Unternehmen nach über neunjähriger Tätigkeit mit sofortiger Wirkung.

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Der Konzern

Schaffner produziert Elektrokomponenten, zum Beispiel Netzfilter zur Vermeidung von elektrischen Störungen oder Transformatoren für den Einbau in Bahntechnik, Wind- oder Solaranlagen. Der Konzern verdient im Jahr weltweit gut 200 Millionen Franken und hat über 3000 Mitarbeiter. Produziert wird in China, Thailand, den USA, in Deutschland und Ungarn.

Hagemann werde sich neuen Aufgaben ausserhalb des Unternehmens widmen, teilt Schaffner am Freitag mit. An seine Stelle tritt interimistisch Kurt Ledermann. Er ist der Finanzchef der Schaffner Gruppe und seit 2008 in diesem Amt.

Lob für den Konzernchef

Hagemann habe «insbesondere mit der Neuausrichtung der Gruppe» die Entwicklung der Schaffner geprägt, heisst es in einer Medienmitteilung vom Freitag. Ausserdem habe Hagemann die Firma erfolgreich international platziert.

Im Geschäftsjahr 2012/2013 erzielte die Schaffner Gruppe beispielsweise einen Gewinn von gut 6 Millionen Franken. Das waren 62 Prozent mehr als beim Vorjahresergebnis. Dazu beigetragen hatte unter anderem die Region Asien-Pazifik.

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«Abzocker»-Initiative auf dem Prüfstand

5:00 min, aus ECO vom 13.1.2014