Luterbacher Firma Schaffner mit weniger Umsatz

Der Elektronikkomponenten-Hersteller aus dem solothurnischen Luterbach hat in der ersten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres einen Umsatzrückgang um fast einen Zehntel hinnehmen müssen. Das Unternehmen beschleunigt sein Sparprogramm und baut weltweit rund 40 Stellen ab.

Logo über Gebäude mit Aufschrift Schaffner. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Schaffner spricht in einer Mitteilung vom Donnerstag von einem schwierigen Marktumfeld. Keystone

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Schaffner in Luterbach

  • Am Hauptsitz in Luterbach arbeiten 110 Personen für Schaffner
  • Weltweit sind es über 3000 Angestellte
  • Schaffner baut weltweit 40 Stellen ab, davon 5 bis 7 in Luterbach
  • Das Unternehmen stellt Elektronikkomponenten her

Der Umsatz betrug in den ersten sechs Monaten bis Ende März 92,6 Millionen Franken, wie aus einer Mitteilung vom Donnerstagmorgen hervorgeht. Das sind 9,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Fast gleich gross ist der Rückgang auch in Lokalwährungen, also vor der Umrechnung in Schweizer Franken, nämlich minus 9,2 Prozent.

Rohstoff-Flaute spürbar

Das Marktumfeld sei mit wenigen Ausnahmen schwierig, teilte das Unternehmen mit. Vor allem der Rückgang in der Division Power Magnetics habe zum Umsatzrückgang beigetragen. Zu schaffen macht Schaffner nach wie vor die Flaute im Öl-, Gas- und Bergbaugeschäft. Dadurch sank nach Firmenangaben die Nachfrage nach Antriebstechnik.

Schaffner musste auch Sonderkosten wegen eines Personalabbaus hinnehmen. Im ersten Halbjahr hätten diese mit 0,7 Millionen Franken zu Buche geschlagen. Für das ganze Jahr dürften sie sich auf vier Millionen Franken belaufen.

Sparprogramm mit Stellenabbau

Im Rahmen seines schon länger beschlossenen Sparprogramms will Schaffner fünf Prozent seiner Stellen abbauen, wie das im solothurnischen Luterbach ansässige Unternehmen weiter mitteilte. Weltweit beschäftige Schaffner rund 3100 Angestellte, so CEO Alexander Heinemann. Der angekündigte Abbau entspreche rund 40 Stellen weltweit. In Luterbach seien es fünf bis sieben Stellen, die wegfallen.

Arbeiter am arbeiten. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Ein Schaffner-Mitarbeiter Luterbach. Seit 2007 produziert Schaffner nur noch im Ausland. Keystone

Unter anderem werden zwei Werke in den USA zusammengelegt, was schon im zweiten Semester für Einsparungen sorgen soll. Zusätzliche Produktionsverlagerungen seien geplant, hiess es weiter. Ziel des Kostensenkungsprogramms ist es, jährlich sechs Millionen Franken zu sparen und damit bis in zwei Jahren das EBITA-Margenziel von acht Prozent zu erreichen.

Unter dem Strich resultierte für Schaffner im Halbjahr ein leichter Verlust von rund 0,3 Millionen Franken. Im Vorjahr hatte noch ein Gewinn von 1,9 Millionen Franken herausgeschaut. Schaffner warnt, dass auch das Ergebnis für das Gesamtjahr unter dem Vorjahr liegen wird.

Standort Luterbach wird ausgebaut

Für die längerfristige Zukunft ist CEO Hagemann allerdings optimistisch. Schaffner sei in einem zukunftsträchtigen Markt tätig. Komponenten zur Erzeugung erneuerbarer Energien zum Beispiel hätten Potential.

Am Standort Luterbach mit der Forschungs- und Entwicklungsabteilung werde deshalb festgehalten. Anfangs 2016 wurde hier ein neues Forschungslabor eingeweiht, 2017 soll der neugebaute Hauptsitz am selben Standort bezogen werden.