Massnahmen im Aargau gegen häusliche Gewalt greifen

Im Aargau greifen die Massnahmen gegen häusliche Gewalt. Dies zeigt eine Studie, welche die Aargauer Regierung in Auftrag gegeben hatte. Die neuen Beratungsangebote bewähren sich.

Seit 3 Jahren unternimmt der Kanton Aargau mehr gegen häusliche Gewalt. Damit die Regierung weiss, ob die getroffenen Massnahmen auch wirken, liess sie dies untersuchen. Die Ergebnisse sind positiv.

Anlaufstelle funktioniert

Seit 2009 gibt es eine Anlaufstelle, welche sich um Fälle häuslicher Gewalt kümmert. Nach jeder Polizeiintervention in Bereich häusliche Gewalt wird die Anlaufstelle informiert. Diese nimmt in der Folge mit den Beteiligten Kontakt auf und bietet ihnen Unterstützung an. Während 2009 erst eine Gewalt ausübende Person in das entsprechende Lernprogramm vermittelt werden konnte, waren es 2010 bereits 15 Teilnehmer. Diese Anlaufstelle habe sich bewährt, bestätigt die Studie.

Weiter habe sich die Zusammenarbeit mit den Behörden verbessert. Allerdings gibt es auch noch Handlungsbedarf. Die Studie gibt fünf Empfehlungen ab, wie die neue Interventionspraxis verbessert werden kann: Stärkung der Öffentlichkeitsarbeit, konsequentere Unterstützung für Gewaltausübende, Förderung des fachlichen Austausches,gemeinsame Festlegung von Zielen und Indikatoren und Vereinheitlichung der Datenerhebung.