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Mehr Wald für den Aargau? Eine Gruppe von Architekten hat eine Idee
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 01.09.2020.
abspielen. Laufzeit 03:09 Minuten.
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Mehr Bäume im Siedlungsgebiet Wald statt Rasen: Aargauer Architekten wollen anders bauen

Die Idee von «Forêt en plus»: Wenn neu gebaut wird, soll im Aargau zusätzlicher Wald gebaut werden. Wohnen in Bäumen, statt Mehrfamilienhäuser umgeben von Rasen quasi, das schlägt eine Aargauer Architektengruppe mit dem Namen «Bibergeil» vor. Die Gruppe fordert 25 Prozent mehr Wald im Aargau. Es brauche eine neue Art von Raumplanung.

Bei der Gruppe mit dabei sind die Firmen Liechti Graf Zumsteg Brugg, Meier Leder Architekten, Schneider & Schneider Baden, Architekten Aarau/Rainer Zulauf und der Landschaftsarchitekt Baden. Sie finden: «Wir brauchen einen Viertel mehr Wald im Aargau. Denn neueste Forschungsergebnisse zeigen, dass die Vergrösserung von Waldflächen zu den wirksamsten Instrumenten gegen die Klimaerwärmung zählt».

Karte
Legende: Zukunftsplan Wald der Gruppe Bibergeil: Die Gruppe fordert 25 Prozent mehr Wald im Aargau. zvg

Wald zum Wohnen: Der neue Wald soll nicht zusammenhängender Wald, wie wir ihn kennen, sein. Er soll punktuell bei neuen Häusern entstehen. «Als einzige frei begehbare Landschaft wird der Wald für Freizeitaktivitäten und zur Erholung genutzt. Während sich der Siedlungsraum verdichtet, dient der Wald sozusagen als Ventil für Naturhungrige, Erholungssuchende und Sportbegeisterte», halten die Architekten fest. Wohnen im Wald sei keine Neuerfindung, aber gerade jetzt in besiedelten Gebieten nötig.

Wohnen im Wald
Legende: Waldbad und Waldgenossenschaft im Länzert: So könnte Wohnen mit Wald aussehen. zvg/ Vision von Céline Dietziker

Wohnen in der Waldstadt Lenzburg: Das Mastersemester für Architektur an der Fachhochschule Nordwestschweiz hat sich im Frühling 2020 der «Waldstadt Lenzburg» gewidmet. «Das ist eine Stadt, eine urbane Siedlung in Lenzburg. Lenzburg würde dann zu einer Ringstadt rund um den Länzertwald bei Rupperswil», erklärt Lukas Zumsteg von der Gruppe Bibergeilt. 50'000 bis 60'000 Einwohner könnte die Waldstadt haben, das die Idee.

Mehr als eine Utopie? Nebst dem Beitrag gegen die Klimaerwärmung sehen die Architekten die Verbindung der bisherigen Waldinseln im Aargau als Chance. Deshalb mache ihr Projekt «Mehr Wald/Forêt en plus» Sinn, findet Architekt Lukas Zumsteg. Die Gruppe trete immer wieder an die Öffentlichkeit. «Wir werden wahrgenommen, aber es ist ein langsamer Prozess», so Lukas Zumsteg von der Gruppe Bibergeil. Am 1. September folgt eine Ausstellung im Stapferhaus Lenzburg. Bibergeil stellt ihre neuste Publikation zum Thema Wald vor und organisiert eine Podiumsdiskussion. Ob die Ideen der Architekten-Gruppe allerdings irgendwann umgesetzt werden, ist offen.

Regionaljournal Aargau Solothurn, 17:30 Uhr;

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