Mehr Erdbeben-Messungen: Auch wegen Atomendlager

Der Schweizerische Erdbebendienst will künftig auch die schwächsten Erdbeben messen können. Dazu baut er sein Messnetz auch im Aargau aus.

Erdbebenmessgerät bei der ETH Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Erdbebendienst will zwei neue Messstationen im Aargau. Keystone

In Zukunft wollen die Forschern auch schwächste Erdbeben registrieren. Sie bauen deshalb das Netz an Messstationen in der Nordschweiz und in Süddeutschland aus. Zehn neue kommen dazu, zwei davon im Kanton Aargau.

Die Messstation in Densbüren im Fricktal hat der Schweizerische Erdbebendienst bereits realisiert. Diese ist oberirdisch. Dagegen soll die Messsonde in Böbikon 200 Meter in die Erde, wie «Die Botschaft» berichtet.

Die notwendige Bohrung sei mit einem Loch für eine Erdsonde vergleichbar, sagte Katrin Plenkers, Projektleiterin beim Erdbebendienst gegenüber Radio SRF. Bisher fehlen jedoch noch die Bewilligungen von Gemeinde und Kanton.

Die zusätzlichen Messstationen sind auch wegen des geplanten Atommüll-Endlagers nötig. Um die Sicherheit des Endlagers zu gewährleisten müsse man verstehen, wo Erdbeben stattfinden könnten, so Plenkers.

An den zusätzlichen Messstationen beteiligt sich neben dem Erdbebendienst deshalb auch die Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle «Nagra».