Menschen 2013: Blasmusik-Experte Kurt Brogli tritt etwas kürzer

Kurt Brogli hat sich als Blasmusik-Experte einen Namen gemacht. Er war jahrlang Mitarbeiter von Radio DRS 1 und hat als Leiter der Volksmusikredaktion gearbeitet. Auch als Dirigent der Swissair-Musik, später Swiss Band, feierte Brogli Erfolge. Heute ist er pensioniert. Ohne Musik geht es aber nicht.

1951 in Aarau geboren lebt Brogli seit über 30 Jahren in Kölliken.Brogli ist verheiratet und hat Kinder und Grosskinder. Viele Jahre war er auch bei Schweizer Radio DRS 1 tätig, auch als Leiter der Redaktions Volksmusik.

36 Jahre war er Dirigent der ehemaligen Swissair-Musik, heute Swissband, fast 30 Jahre amtete er als Chef-Dirigent der Zürcher Stadtmusik. Seit Frühling 2013 leitet Brogli die Harmoniemusik Buchs. Mit der Swissair-Musik gab er Konzerte in Chicago, Dublin, Amsterdam, Budapest, usw. «Das waren tolle Zeiten, wir konnten viel reisen», erinnert sich Brogli an die Zeit mit der Swissair-Musik.

Blasmusik (noch) nicht gefährdet

Brogli ist auch bekannt als «Mr. Blasmusik» und «Blasmusik-Papst». Der Titel «Blasmusik-Papst» gefalle ihm weniger, sagt Brogli heute. «Mr. Blasmusik» sei in Ordnung. Momentan sei er immer noch an nationalen und internationalen Trends der Blasmusik interessiert. Die Blasmusik sei nicht in Gefahr. «Wenn eine Blasmusik Muhen vier Abende lang die Turnhalle voll und ganz füllt, zeigt das, dass die Blasmusik lebt», so Brogli im Gespräch.

Stolz auf die Preise in seiner Karriere

Zudem hat Brogli mit seinem Engagement und Auftritten seiner Musikformationen viele Preise gewonnen. «Die Preise sind mir schon wichtig. Sie füllen eine ganze Wand zu Hause. Am wichtigsten war für mich der Goldene Dirigentenstab am Weltmusik-Wettbewerb in Holland. Ich war damals gerade 30 Jahre alt. Ein Profiwettbewerb von Musikern aus der ganzen Welt, da war isch schon stolz».

Von seinem Weg vom Primarlehrer zum Berufsmusiker, über die Blasmusik in der Schweiz und seine Pläne für die Zukunft hat Kurt Brogli im Regionaljournal Aargau Solothurn erzählt. «Ich wollte schon immer Musik studieren. Mein Vater wollte, dass ich zuerst einen anständigen Beruf lerne. Da habe ich mich für Lehrer entschieden. Primarlehrer war ich aber nur drei Jahre lang. (...) Dann hat es mich zur Blasmusik gezogen. Obwohl: Konzertpianist wäre auch eine Option gewesen», erinnert sich Brogli heute. Schon früh leitete er Musikformationen in Aarau, Baden, Luzern und später in Zürich. Heute freut sich Brogli auf die Zeit mit der Harmoniemusik Buchs. Es sei eine Art Rückkehr zu Wurzeln, so Kurt Brogli im Regionaljournal.

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Hopp de Bäse vom 25.06.2011

32 min, aus Hopp de Bäse! vom 25.6.2011