Menschen 2013: Jasmine Jost kämpft für die Reinigungsbranche

Jasmine Jost ist als Zentralpräsidentin des Verbandes der Schweizer Reingungsunternehmen sozusagen «die oberste Putzfrau der Schweiz». In Biberist leitet sie ein Reinigungsunternehmen. Zudem führt ihr Verband in Rickenbach ein Ausbildungszentrum. Wird die Reinigungsbranche immer professioneller?

Die Bezeichnung «oberste Putzfrau der Schweiz» hört Jasmine Jost allerdings nicht sonderlich gerne. Sie erklärt im Gespräch mit dem Regionaljournal Aargau Solothurn von Radio SRF: «Putzen ist nicht das gleiche wie Reinigen. Eine professionelle Reinigung ist mehr als Putzen, deswegen ist auch die Bezeichnung Putzfrau nicht komplett zutreffend.»

KMU-Managerin und Verbandspräsidentin

Jasmin Jost im Radiostudio Aarau Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Jasmine Jost, Reinigungsexpertin, ist mit der Sauberkeit im Radiostudio Aarau zufrieden. SRF

Jasmine Jost wurd 1958 in Biberist geboren. Sie leitet dort in dritter Generation ein Reinigungsunternehmen. Das KMU Purexa Facility Management bietet zahlreiche Dienstleistungen von der professionellen Fassadenreinigun über den Erhalt von Aussenanlagen bis zur Erledigung von Einkäufen. Was als kleines Familienunternehmen begonnen hat, ist heute ein mittelgrosses KMU, das auch Lehrlinge ausbildet.

Jasmine Jost ist zudem seit 2001 Zentralpräsidentin des Verbandes der Schweizer Reinigungsunternehmen Allpura. Der nationale Verband setzt sich für ein besseres Image des Gebäudereinigungspersonals ein. Zudem will der Verband, der 1966 gegründet wurde, die Interessen der Branche vertreten. Er kämpft zum Beispiel seit Jahren für faire Arbeitsbedingungen und besser Löhne für das Putzpersonal. 190 Firmen sind als Aktivmitglieder im Verband registriert, sie vertreten rund 15'000 Angestellte der Reinigungsbranche.

Der Verband führt zudem im solothurnischen Rickenbach ein nationales Ausbildungszentrum. Hier werden spezielle Reinigungstechniken, Kurse zur Arbeitssicherheit oder auch Deutschkurse angeboten.

Jasmine Jost spricht im Regionaljournal Aargau Solothurn von Radio SRF über Ihre Ziele als Verbandspräsidentin, das Image ihrer Branche und den Unternehmergeist, den sie als Chefin eines KMU mitbringt. Ausserdem bemerkt sie beim Besuch im Radiostudio Aarau: «Auf den ersten Blick wirkt das Studio sehr sauber», was sicher als Kompliment für die Reinigungskräfte verstanden werden kann. Allerdings wüsste sie als Profi natürlich auch, wo die heiklen Stellen zu suchen wären.

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Tagesschau

27 min, aus Tagesschau vom 27.6.2011