Musiktheater als Test für künftige Aarauer Reithalle-Nutzung

Es ist eine Premiere: Erstmals entsteht in der Alten Reithalle ein Musiktheater als Koproduktion zwischen Argovia Philharmonic und dem Theater Tuchlaube Aarau. Die Kulturinstitutionen sehen diese Produktion als Testlauf für die zukünftige Nutzung der Reithalle als Raum für Konzerte und Theater.

Bühne der Reithalle Aarau. Auf der Bühne sind Musiker und ein Dirigent. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Zwölf Performerinnen und Performer übernehmen das Kommando über die «Histoire du Soldat». zvg/Argovia Philharmonic

«L'Histoire du soldat» von Igor Strawinsky ist ein russisches Märchen aus dem frühen 20. Jahrhundert. Das Musiktheater erzählt die Geschichte eines Soldaten, der einen Pakt mit dem Teufel schliesst und danach einen Albtraum durchlebt.

Das Werk wurde für eine kleine Besetzung geschrieben. In der Reithalle in Aarau wird «L'Histoire du soldat» jedoch von 12 Performerinnen und Performern unterstützt, welche dem Stück eine zweite Ebene hinzufügen. «Eine Art Theater im Theater», erklärt Peter-Jakob Kelting, der Leiter des Theaters Tuchlaube in Aarau.

Testlauf für künftige Nutzung

Das Musiktheater von Strawinsky dient der Tuchlaube und Argovia Philharmonic als Testlauf für die künftige Nutzung der Alten Reithalle. Heute finden lediglich in den Sommermonaten Produktionen statt. Denn im alten Gebäude gibt es weder Heizung noch Lüftung.

Ein Projekt sieht vor, die Reithalle künftig als kulturellen Ganzjahresbetrieb zu nutzen. Dazu soll die Reithalle im Jahr 2019 umgebaut werden. «Wir sind derzeit am Ende der Vorprojektphase. Das heisst, wir haben den Entwurf des Betriebkonzeptes fertig und das Architekturbüro hat uns das Konzept vorgelegt», sagt Tuchlaube-Leiter Kelting. Nun seien die politischen Instanzen an der Reihe.