Muss der Oltner Stadtrat Savoldelli als EHCO-Chef aufhören?

Noch ist unklar, welcher Oltner Stadtrat welches Amt bekommen wird. An der Sitzung vom Mittwochabend wies das Parlament die vorgeschlagene Ressortverteilung zurück an den Stadtrat. Falls die geplante Verteilung aber so bleibt wie sie ist, ist Benvenuto Savoldelli in einer unangenehmen Situation.

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Bildlegende: Als EHCO-Chef und städtischer Sport-Direktor ist der Oltner Stadtrat Benvenuto Savoldelli in einer heiklen Doppelrolle. zvg

Eigentlich hätte Benvenuto Savoldelli am liebsten das Oltner Finanz-Departement übernommen. In der jüngsten Ressortverteilung hingegen wurde ihm das Ressort Bildung und Sport zugeteilt. Ob er es behalten wird, ist noch unklar.

Das Oltner Parlament hat diese Version vorerst abgelehnt und eine neue verlangt. Bleibt es aber bei dieser Ressortverteilung, muss sich Savoldelli überlegen, ob er als Verwaltungsratspräsident des Eishockeyclubs Olten (EHCO) zurücktreten muss.

Heikle Doppelrolle

Gleichzeitig EHCO-Chef und Oltner Sportdirektor sein, das ist heikel. Dieser Meinung ist der SP-Fraktionspräsident Daniel Schneider: «Ich glaube, dass hier wirklich ein grundlegender Konflikt im Raum steht.» Benvenuto Savoldelli müsse sich in dem Fall tatsächlich ernsthaft überlegen, ob er das noch zu vereinbaren sei mit seiner politischen Funktion.

Auch bei der FDP ist man sich dieser Situation bewusst. «Dass es in so einem Fall gewisse Konflikte ergeben können, dessen war sich Benvenuto Savoldelli bewusst», erklärt FDP-Präsidentin Sarah Honegger. Wenn er Sportdirektor wird, werde er sich das überlegen.

Die FDP hatte sich am Mittwoch an vorderster Front für eine neue Verteilung der Ressorts eingesetzt. Dass man so den eigenen Stadtrat aus dieser unangenehmen Lage befreien wollte, sei nicht der Fall, so die FDP.