Nach Tötung in Brugg schweigt Verdächtiger weiterhin

Die Aargauer Staatsanwaltschaft geht in die Offensive: Sie veröffentlicht die Bilder des Ehemanns und der getöteten Frau von Brugg/Lauffohr. Der Ehemann bleibt in Untersuchungshaft und schweigt weiter.

Schwarzes Auto mit offenem Fenster von Polizei-Absperrbändern umgeben. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: In diesem Auto fand die Polizei die Tote von Lauffohr. Aargauer Staatsanwaltschaft

Mehr als eine Woche nach dem Tötungsdelikt an einer 50-jährigen Frau in Brugg/Lauffohr im Kanton Aargau ist die Tat nicht geklärt. Der verhaftete Ehemann machte bislang keine Aussage und ist nicht geständig. Er befindet sich in einer Sicherheitsabteilung für kranke Straftäter.

Für den 40-Jährigen ordnete das kantonale Zwangsmassnahmengericht wegen Flucht- und Kollusionsgefahrs eine Untersuchungshaft von vorläufig drei Monaten an, wie die Staatsanwaltschaft Aargau am Mittwoch mitteilt.

Ehemann schweigt nach wie vor

«Der Tatverdächtige macht nach wie vor keine Aussagen», sagt Elisabeth Strebel, Mediensprecherin der Staatsanwaltschaft, gegenüber dem Regionaljournal Aargau Solothurn von Radio SRF. Die Staatsanwaltschaft selber macht allerdings auch nicht viele Aussagen. Das rechtsmedizinische Gutachten des Instituts für Rechtsmedizin der Universität Bern liege noch nicht vor, begründet Strebel.

Der beschuldigte Ehemann hatte sich am Dienstag der Vorwoche bei der Polizei gemeldet. Er wurde am gleichen Tat verhaftet. Dabei machte er jedoch keine Angaben über das Tatgeschehen und den späteren Fundort der Leiche.

Die Schweizerin wurde dank technischen Hilfsmitteln noch am gleichen Abend tot im eigenen Auto in Brugg/Lauffohr aufgefunden. Das Ehepaar lebte seit Mai 2013 getrennt und hatte keine gemeinsamen Kinder.

Zeugen gesucht

Um das Tötungsdelikt und den Tathergang zu klären, erliess die Staatsanwaltschaft am Mittwoch einen Zeugenaufruf. Die Staatsanwaltschaft erhofft sich Angaben von Personen, welche das Opfer zusammen mit dem Beschuldigten am Tag des Tötungsdeliktes gesehen hatten.

Sie veröffentlichte je eine Foto des Opfers, der Täters und des schwarzen Autos, in dem die Leiche aufgefunden worden war.