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Nacht der Industrie Ungewohnte Einblicke in Solothurner Firmen

Initiiert wurde der Anlass am 11. September von der Solothurner Handelskammer. Die Idee: Industrie-Firmen im Kanton öffnen ihre Tore, um Berufe und Tätigkeiten dem Publikum zu zeigen. Dies auch mit dem Hintergedanken, mögliche Nachwuchs- und Fachkräfte anzusprechen. Für Busfahrten ab fünf Standorten im Kanton Solothurn konnten kostenlose Billette gebucht werden, für Touren zu jeweils zwei von 34 Unternehmen.

Passagiere warten vor Autobussen.
Legende: Bruno von Däniken/SRF

In Oensingen, Olten, Solothurn, Grenchen und Breitenbach gab es die Möglichkeiten die Firmen in Aktion zu sehen. Mit einem Tour-Bus konnten die Besucher von Firma zu Firma reisen. Die meisten Touren waren ausgebucht. Auch Tour Nummer 7 mit Startort Solothurn, welche zu den Firmen Agathon in Bellach und Georg Fischer in Subingen führte.

Mann in oranger Warnweste spricht in einem Bus in ein Mikrofon.
Legende: Bruno von Däniken/SRF

Der Plan der Handelskammer ging demnach auf. «Viele Menschen wissen nur ansatzweise, welche Branchen in der eigenen Region angesiedelt sind, warum die Industrie die Grundlage unseres Wohlstands ist und welche Ressourcen sie benötigt», so die Verantwortlichen. Viele der befragten Teilnehmer erwähnten denn auch ausdrücklich, dass sie einen Einblick in ihnen unbekannte Firmen erhalten möchten.

Agathon
Legende: Bruno von Däniken/SRF

Erster Halt von Tour 7: Die Firma Agathon in Bellach. Produziert werden hier vor allem computergesteuerte Schleifmaschinen. Auf den Maschinen werden extra harte Materialien geschliffen – etwa Schneideplättchen für Bohrer oder Fräser. Die Maschinenteile müssen zum Teil eine Genauuigkeit von zwei Tausendstelmillimeter aufweisen.

Frau schaut in computergesteuerte Maschine.
Legende: Bruno von Däniken/SRF

In Bellach sind 210 Personen sowie 15 Lernende beschäftigt, rund 20 weitere Personen arbeiten im Ausland für Agathon. Man wolle mit der offenen Tür unter anderem das «angestaubte Image» der Industrie wiederlegen, so Mitinhaber Stephan Scholze. Die Firma sei auf hochqualifizierte Mitarbeitende angewiesen und investiere darum auch in die Ausbildung – etwa mit einer eigenen Lehrlingsabteilung.

Roboterarm.
Legende: Bruno von Däniken/SRF

Zweiter Halt auf Tour 7: Georg Fischer in Subingen. In einer grossen Halle stehen Seite an Seite viele kleine aber vor allem sehr grosse Maschinen und Roboter. Die Roboterarme greifen und positionieren Kunststoffteile, welche mit Spritzgussmaschinen hergestellt werden.

Schwarze Rohrteile.
Legende: Bruno von Däniken/SRF

Die Fabrik in Subingen gehört zum Industriekonzern Georg Fischer mit Sitz in Schaffhausen. 86 Mitarbeitende und 4 Lernende produzieren Bogen- und Verbindungsteile für Wasser- oder Gasleitungen. Grosse Teile der Produktion sind automatisiert. Doch auch für die Bedienung und Wartung der Roboter und Produktionsmaschinen sei man auf ausgebildetes Personal angewiesen, so der stellvertretende Werksleiter Marcel Grossenbacher. Nur mit einwandfreier Qualität lasse sich die Produktion in der Schweiz rechtfertigen.

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