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Gewalttäter von Gewalt abhalten: Neue Beratungsstelle im Kanton Solothurn will Fälle von Häuslicher Gewalt vermindern
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Neue Beratungsstelle Gewalttäter erhalten in Solothurn Hilfe

«Wenden Sie Gewalt an? Befürchten Sie, bald Gewalt anzuwenden?» So wirbt der Kanton Solothurn auf Flugblättern für die neue Beratungsstelle Gewalt. Ab dem 1. Oktober bietet die Beratungsstelle kostenlos Hilfe an, wie man mit belastenden Situationen gewaltfrei umgehen kann.

Dank der Beratung soll Gewalt verhindert werden. Die Arbeit mit Täterinnen und Tätern sei deshalb auch Opferschutz, sagte Regierungsrätin Susanne Schaffner am Freitag bei der Präsentation des neuen Angebots. Die Beratungsstelle für Gewalttäter ergänzt die bereits existierenden Beratungsstellen für Opfer.

Die Beratungsgespräche werden von vier erfahrenen Gewaltberatern in Solothurn und Olten geführt. Diese arbeiten bereits für die Bewährungshilfe und beraten dort schon länger Personen, die gewalttätig geworden sind.

Im Gegensatz zur Bewährungshilfe ist das Angebot der neuen Beratungsstelle aber freiwillig. Die Beratung ist vertraulich. Für Menschen, die nicht gut Deutsch sprechen, können Dolmetscher hinzugezogen werden.

Der Umfang einer Beratung kann sehr unterschiedlich sein: Für eine Vermittlung an eine andere Fachstelle reichen ein bis zwei Besprechungen. Eine nachhaltige Gewaltberatung umfasst rund 25 Beratungsgespräche.

Freiwillig und vertraulich

Wie viele Personen sich freiwillig beraten lassen, kann der Kanton Solothurn nicht abschätzen. Deshalb soll die Beratungsstelle vorerst für drei Jahre existieren. Falls sie sich in dieser Zeit bewährt, wird sie definitiv eingeführt.

Der Aufbau der Beratungsstelle Gewalt ist Teil des Gewaltpräventionsprogramms des Kantons Solothurn. Dieses hat Häusliche Gewalt zum Schwerpunkt und umfasst diverse Massnahmen, die unter anderem mit Geldern des Swisslos-Fonds finanziert werden.

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