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Aargau Solothurn Neue Diskussion um Abschaffung der Prüfungen im Aargau

Eigentlich war man sich bereits einig, dass die Übertrittsprüfungen und Abschlussprüfungen abgeschafft werden. Pascal Furrer von der SVP wollte die Prüfungen mit einem Vorstoss retten. Die Mehrheit des Aargauer Parlament liess sich jedoch nicht von Furrer überzeugen.

Eine Schülerin sitzt an ihrem Pult und hat ein Blatt vor dem Kopf - sie liest
Legende: Künftig wird die Leistung der Schüler anders beurteilt Keystone

Bis jetzt müssen Bezirksschüler am Ende der Schulzeit eine Abschlussprüfung absolvieren. Auch für die Primarschüler gibt es eine Übertrittsprüfung von der Primarschule in die Oberstufe. Die Aargauer Regierung will dieses Prüfungen jedoch abschaffen.

Widerstand aus der SVP

Teile der SVP und der FDP halten die Abschaffung jedoch nicht für sinnvoll. Grossrat Pascal Furrer findet eine Prüfung besser: «Damit werden Fehlplatzierungen in falschen Schulstufen verhindert». Zudem ist Furrer überzeugt, dass Eltern eine Prüfung besser akzeptieren, als die Einschätzung einer Lehrperson.

Lehrer sollen entscheiden

Aus Sich der meisten anderen Parteien, ist die Änderung des Systems jedoch richtig. «Eine Bez-Abschlussprüfung ist zu wenig, um die einzelnen Schüler einschätzen zu können», erklärt beispielsweise Kathrin Scholl von der SP. Die Gesamtbeurteilung sei wichtiger als eine einzelne Prüfungsleistung, finden auch die Grünen.

Neues System ist fairer

Neu wird ein allfälliger Übertritt von der Bezirksschule in die Kantonsschule anhand der Noten aus drei Jahren Bezirksschule und den Eindrücken der Lehrperson entschieden. Auch der Übertritt in die verschiedenen Niveaustufen soll einfacher möglich sein als früher.

Nachdem der Grosse Rat diese Prüfungen nun definitiv abgeschafft hat, werden die Änderungen auf das Schuljahr 2016/2017 umgesetzt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Aargauer Regierung will die Abschlussprüfung der Bezirksschule abschaffen.
  • Ebenso soll die Übertrittsprüfung von der Primarschule in die Oberstufe gestrichen werden.
  • Sparpotenzial: 244'000 Franken pro Jahr
  • Neu müssten Schüler einheitliche «Checks» absolvieren, sie erhalten ein Abschlusszertifikat.
  • Änderungen gälten ab dem Schuljahr 2016/17.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Rolf Bolliger, Orpund
    Bereits in den Schulübertritten in eine höhere Stufe, soll also auch bei Schüler(innen) die Wohlfühl-Hängematte aufgespannt werden! Ja kein Prüfungs-Stress oder Angstzustände dürfen der heutigen Jugend, laut den linksgrünen und anderen "Humanpolitiker, zugemutet werden! Ein Land ohne Bodenschätze und immer mehr Zustrom "von aussen". wäre gut beraten, junge Fachkräfte und junge belastbare Menschen auszubilden und zu fördern! Leider sehen das die linken "Geldverteiler" im Land ganz anders!
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