Neue Jagdreviere: Kanton Aargau erhält Hunderte von Rückmeldungen

Auf dem Pult des Aargauer Fachbereichsleiters Jagd türmen sich Briefe von Jägern und Gemeinden: Über 400 sind eingetroffen als Reaktion auf die geplante Neuverpachtung der Jagdreviere. Wie der Tenor lautet, ist noch unklar. Sicher ist aber: Der Kanton Aargau geht auf den Hauptwunsch der Jäger ein.

Erwin Osterwalder ist Fachbereichsleiter Jagd beim Kanton Aargau und hat alle Hände voll zu tun: Bis Ende April, zum Ende der Anhörungsfrist, sind über 400 Briefe eingetroffen. Darin schreiben Jagdgesellschaften und Gemeinden, was sie von der geplanten Neuverpachtung der Jagdreviere halten.

Jäger blickt mit dem Fernglas in die Ferne. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Gute Aussichten für die Jäger: Der Kanton kommt zumindest in Sachen Reviergrösse auf die Jäger zu (Symbolbild). Keystone

Grosses Interesse

Doch wie zufrieden oder unzufrieden die Betroffenen sind, lässt sich auch eine Woche nach dem Ende der Anhörungsfrist noch nicht sagen. «Es sind viele Rückmeldungen eingetroffen, rund 90 Prozent all jener, die sich äussern durften, haben das auch gemacht», sagt Osterwalder.

Es brauche noch einige Zeit, bis man Aussagen machen könne, in welche Richtung die Rückmeldungen gehen. Dafür ist bereits jetzt klar, dass der Kanton einen Schritt auf die Jäger zu geht. Bei der geplanten Grösse der Jagdreviere krebst der Kanton nämlich zurück.

Erfolg für die Jäger

Geplant war, dass es im Aargau künftig weniger Jagdreviere gibt. Kleine Reviere sollten in die grossen Reviere integriert werden. Nach altem Recht muss ein Jagdrevier 200 Hektaren gross sein, und darin eingeschlossen ist nicht nur die Fläche zum Jagen - also beispielsweise Wälder oder Felder - sondern auch Strassen oder Siedlungen.

Neu wollte der Kanton, dass ein Jagdrevier alleine durch die bejagbare Fläche eine Grösse von 200 Hektaren ausweisen muss. Das ist jetzt vom Tisch. Für Rainer Klöti, Präsident des kantonalen Jagdschutzvereins, entspricht der Kanton damit dem Hauptwunsch der Jäger.

Nun gehe es an die Details, und das gebe sicher auch noch zu reden, erklärte er auf Anfrage des Regionaljournals Aargau Solothurn.