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Legende: Audio Das wichtigste Eintagesrennen der Schweiz ist gefährdet abspielen. Laufzeit 04:28 Minuten.
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 13.06.2019.
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Niemand will übernehmen Radsporttage Gippingen vor dem Aus?

Es ist ein Profirennen der zweithöchsten internationalen Kategorie und das Highlight der Radsporttage Gippingen: Am Donnerstag findet der Grosse Preis des Kantons Aargau statt. Zum letzten Mal?

René Huber, Präsident der Radsporttage, blickt sorgenvoll in die Zukunft. Er findet niemanden, der den Sportanlass künftig organisieren will. Und die Auflagen des internationalen Radsportverbands machen ihm zu schaffen.

SRF: Sie suchen Leute, welche die Radsporttage in Zukunft durchführen. Gibt es den Anlass denn nächstes Jahr noch?

René Huber: Das hoffen wir. Wir haben das Thema der Nachfolgeplanung bewusst lanciert. Es ist die grösste Sorge, die wir derzeit haben. Wir haben viele langjährige verdienstvolle O.K.- und Geschäftsleitungsmitglieder, welche sich in der Freizeit und ehrenamtlich engagieren. Jetzt kommen wir langsam an die Grenzen des Machbaren. Zum einen werden die Auflagen des internationalen Verbands strenger, etwa für die Streckensicherung. Zum anderen verlangt das neue Verbandsreglement, dass wir unser Profirennen im Fernsehen übertragen müssen. Das ist aber nicht gratis.

So sind die Radsporttage heute organisiert

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Träger der Radsporttage Gippingen ist die Radsporttage Gippingen GmbH. Diese ist zu 100% im Besitze des Velo-Clubs Gippingen (Verein) und nicht gewinnorientiert. Angeführt wird die Organisation von einer 11-köpfigen Geschäftsleitung, zudem gibt es ein Organisationskomitee mit 35 Mitgliedern. Für die Durchführung der Veranstaltung stehen 350 Helfer zur Verfügung.

Und dann kommt noch dazu, dass die Leute heute generell nicht mehr das gleiche Engagement für eine ehrenamtliche Tätigkeit an den Tag legen wie früher. Wir haben schon mit vielen gesprochen und haben bislang immer Absagen bekommen.

Geld könnte also helfen. Ist das ein indirekter Aufruf an den Kanton, dass er sich finanziell engagiert, wenn er die Radsporttage weiterhin möchte?

Das wäre natürlich einfacher. Es gibt in der Schweiz ja auch Radsportveranstalter, die das beruflich machen und etwas verdienen. Ich kann mir vorstellen, dass das ein Anreiz sein könnte. Also vielleicht müsste man eine Geschäftsführung installieren, die auch finanziell abgegolten wird.

Aber finanzielle Sorgen haben sie noch nicht?

Aktuell nicht. Wir sind eine ehrenamtliche Organisation. Wir arbeiten alle gratis. Wir müssen auch keinen Gewinn machen und machen das auch nicht. Wir schauen einfach, dass wir ein ausgeglichenes Budget haben. So haben wir auch dieses Jahr budgetiert.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Simon Hauenstein  (SiHa)
    Schade, diese Einstellung. Die Verkehrs-Führung ist klar signalisiert. Man erreicht über kleine Umwege seine Ziele. Es wird 1 Woche im Voraus an den Strassenrändern auf das Radrennen aufmerksam gemacht.

    Ich verstehe diese Aussage "froh sein über eine mögliche letzte Ausgabe" nicht.

    Ich wünsche dem OK viel Glück und neue Nachfolger mit viel Elan, damit die Radsporttage Gippingen auch in Zukunft weiterhin durchgeführt werden können.
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  • Kommentar von Stefano Scherrer  (SteScher)
    Das Rundstreckenrennen auf öffentlichen Strassen stellt eine für die ganze Schweiz einmalige Belastung für diejenigen dar, die auf die Verkehrswege angewiesen sind. In dieser Hinsicht wären wohl viele durchaus froh, wenn 2019 die letzte Ausgabe gewesen wäre...
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