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Braucht Olten wirklich eine Notschlafstelle?
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 30.01.2020.
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Notschlafstelle Olten Wie viele Obdachlose gibt es in der Stadt?

Die Frage: Der Verein «Schlafguet» will in Olten eine Notschlafstelle aufbauen. Bereits seit mehreren Jahren wird in der Stadt deshalb ein Haus, eine Wohnung oder ein Platz für Wohncontainer gesucht – bisher allerdings ohne Erfolg. Die Stadt ist dem Vorhaben gegenüber skeptisch eingestellt. Eine Studie von Studierenden der Fachhochschule Nordwestschweiz sollte nun den Bedarf einer Notschlafstelle in Olten abklären.

Die eine Antwort: Konkrete Zahlen, wie viele Menschen eine Notunterkunft in Olten aufsuchen würden, konnten die Studierenden nicht liefern. Es wäre zu schwierig gewesen, genügend Personen für Auskünfte zu finden, erklärt Timo Probst, Vorstandsmitglied des Vereins «Schlafguet». Die Aussagen zum Bedarf in der Studie stützten sich deshalb unter anderem auf Aussagen von anderen Notschlafstellen. Befragt wurden beispielsweise die Betreiber der Unterkunft in Baden, welche letzten Herbst eröffnet hat.

Die andere Antwort: Die Studierenden der Fachhochschule haben in ihrer Arbeit ein Handbuch für den Betrieb einer Oltner Notschlafstelle konzentriert. Dabei hätten sie neue Fragen aufgeworfen, meint Timo Probst. Etwa jene, ob es eine professionelle Betreuung brauche und der Verein Stellen schaffen muss. Oder aber ob es wie geplant mit Freiwilligen funktioniert. Das habe natürlich Auswirkungen auf die Finanzierung. Bisher sei der Verein davon ausgegangen, dass ein Pilotbetrieb für eine Wintersaison durch Mitgliederbeiträge gesichert sei.

Das weitere Vorgehen: Nach einer Informationsveranstaltung am Donnerstagabend, an welcher die FHNW-Studie präsentiert wurde, wolle der Verein «Schlafguet» nun öffentlich aktiv werden. Man sei weiter überzeugt, dass Olten eine Notschlafstelle mit etwa zehn Plätzen brauche, so Probst. Geplant ist eine Plakataktion. Der Verein erhofft sich Hinweise aus der Bevölkerung zu potenziellen Standorten für eine Notschlafstelle. Das Ziel ist wie bisher, im nächsten Herbst mit dem Pilotprojekt starten zu können. Vielleicht merke man dann, dass es in Olten keine Notschlafstelle brauche, meint Probst. Nach den Erfahrungen in Baden gehe er aber nicht davon aus.

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