Oberhof will keinen Windpark-Vertrag

Die Fricktaler Gemeinde Oberhof lehnt den Vertrag für einen Windpark auf dem Gemeindegebiet ab. An einer ausserordentlichen Gemeindversammlung sprachen sich 68 Stimmbürger gegen den Vertrag aus, nur 56 stimmten zu. Der Entscheid ist aber noch nicht abschliessend.

Die ausserordentliche Gemeindeversammlung von Oberhof will nichts wissen von einem Windpark im Gebiet Burg. 126 Stimmbürger erschienen an die Versammlung, das Nein fiel mit 68 gegen 56 Stimmen relativ knapp aus. Der Gemeinderat hatte sich zuvor stark gemacht für den Vertrag mit der Windpark Burg AG.

Zwei Windräder in einer Schweizer Landschaft, im Vordergrund grasen Kühe. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Windpark Burg AG möchte in den Gemeinden Kienberg (SO) und Oberhof (AG) bis zu fünf Windräder bauen. Keystone

Diese Firma möchte zwischen Oberhof und Kienberg einen Windpark mit maximal fünf Anlagen errichten. Geplant wären Windräder mit einer Turmhöhe von 100 bis 140 Metern. An der Windpark Burg AG sind unter anderem die Solothurner Gemeinde Kienberg, die Firma Vento ludens GmbH und das Aargauische Elektrizitätswerk (AEW) beteiligt.

Beim AEW bedauert man den Entscheid. «Wir sind aber auch froh, dass wir jetzt wissen, wie Oberhof zu dem Projekt steht», meint Louis Lutz, bei dem AEW unter anderem zuständig für erneuerbare Energien.

Windpark in Kienberg auf Kurs

Das Stimmvolk von Oberhof hat den Plänen nun also eine Abfuhr erteilt. Damit ist der Windpark allerdings noch nicht vom Tisch. Erstens untersteht der Entscheid dem fakultativen Referendum: Mit einer Unterschriftensammlung könnte also noch eine Volksabstimmung erzwungen werden. Zweitens könnten zumindest drei bis vier Windräder auf dem Gemeindegebiet der Nachbargemeinde Kienberg noch gebaut werden.

«Wir werden in Kienberg weiterfahren», beteuerte Louis Lutz vom AEW. Wenn alles rund laufe, könne man im Frühling 2015 mit dem Bau der Windräder beginnen. Entscheidend dafür sind allerdings die noch ausstehenden Windmessungen und weitere Untersuchungen. Dazu braucht es noch eine Umzonung des Landes und eine Baubewilligung.