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Oberstufe muss dichtmachen Zu verkaufen: Komplettes Schulzentrum im Fricktal

  • Im Jahr 2005 haben die vier Gemeinden Mumpf, Obermumpf, Wallbach und Schupfart ein komplett neues Oberstufenzentrum für Sek- und Realschüler gebaut.
  • Nicht einmal 15 Jahre später wird die Schulanlage nicht mehr gebraucht – es fehlen Schülerinnen und Schüler.
  • Die Schüler aus Mumpf, Obermumpf, Wallbach und Schupfart müssen ab 2020 nach Rheinfelden in die Oberstufe.
  • Das noch fast neue Oberstufenzentrum in Mumpf soll nun umgenutzt oder verkauft werden. Kostenpunkt, zirka 18 Millionen Franken.
Schulhaus innen
Legende: SRF

Bei der Planung des neuen Schulhauses vor etwas über 15 Jahren ging man von rund 180 Schülerinnen und Schülern aus, die hier den Unterricht besuchen werden. Die Prognose von Kanton und Gemeinden deuteten zudem auf einen weiteren Anstieg.

Gemäss diesen Aussichten wurde die Schulanlage geplant und gebaut. Räume, Gänge und Infrastruktur sind entsprechend ausgelegt.

Keine Fehlplanung

Schulhaus
Legende: SRF

Schon kurz nach der Fertigstellung des neuen Schulhauses zeigte sich, dass die Prognosen wohl nicht stimmen. Statt steigender gab es sinkende Schülerzahlen. Im aktuellen Schuljahr 2018/19 sind es nur noch knapp 60 Jugendliche, die hier unterrichtet werden – zu wenige.

Der Kanton Aargau gibt für einen Sek-/Real-Schulstandort eine Mindestgrösse von sechs Klassen mit je mindestens 15 Schülern vor (Real: 13), von dieser Vorgabe war man hier weit entfernt. Die vier Gemeinden beschlossen in der Folge schmerzlich die Schule zu schliessen.

Es sei aber dennoch keine Fehlplanung gewesen, als man den Bau des Schulhauses beschlossen habe, sagt René Heiz, Gemeindeammann in Schupfart. Damals habe man einen derartigen Rückgang der Schülerzahlen nicht erahnen können, sagt er gegenüber SRF. Ausserdem habe die Oberstufe mit dem neuen Zentrum merklich an Qualität gewonnen.

Schüler gut versorgt, aber was passiert mit Schulhaus?

Gang in Schule
Legende: SRF

Mit dem Wechsel nach Rheinfelden dürfte für die Jugendlichen die Schulqualität noch weiter steigen, heisst es bei allen betroffenen Gemeinden. Rheinfelden sei ein etablierter Schulstandort mit breitem Angebot und hoher Qualität. In diesem Sinne stösst die Veränderung durchaus auf positives Echo.

Eine ganz andere Frage ist allerdings die Zukunft der fast noch neuen Schulanlage. Hier sei die Lösung noch ziemlich offen, sagt Astrid Zeiner, Präsidentin des Schulvorstandes gegenüber SRF. Umnutzungen seien generell schwierig, da sie mit hohen Kosten verbunden seien.

Man habe diverse Möglichkeiten geprüft und Gespräche geführt. Unter anderem auch mit Firmen der nahen Basler Pharma-Industrie, die hier allenfalls Schulungen durchführen könnte. Bis jetzt zeichnet sich aber keine Lösung ab, weshalb das Schulgebäude inkl. Turnhalle, Aula und grosszügigem Umschwung vorerst weiter zum Verkauf steht.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Beat. Mosimann (AG)
    Dieses Gebäude ist sicher Rollstuhlgängig...?
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  • Kommentar von Beat. Mosimann (AG)
    Lächerlich SO ein Gedankenfehler, dann haben Sie jetzt eine anständige Unterkunft für die Flüchtlinge. mit ärztlicher Räumlichkeit, deren Nutzung, Plus Spitalähnlicher Infrastruktur, Vom Kindergartenalter bis hin die erwachsenen Flüchtlinge Räume nutzen können um EU CH konform geschult zu werden. Selbstverständlich Kantonskostenübergreifende AKTION
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  • Kommentar von Frédéric Weil (Derrick)
    Man schaue mal, wo dieses Schulhaus liegt: Fast unter einer Starkstromleitung. Ein gesundheitliches no-go, denn es ist erwiesen (Schweden), dass die Krebsgefahr unter solchen Vorzeichen erheblich ist und die Lebensqualität wie auch die geistigen Fähigkeiten gestört sind.
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