Oensingen: Swiss Nutrivalor kann bauen

Die Beschwerden wurden nicht weitergezogen, die Baubewilligung der Gemeinde Oensingen ist damit rechtskräftig. Swiss Nutrivalor will jetzt sofort bauen. Oensingen erhält damit einen Grossbetrieb, der Fleischabfälle verarbeitet.

Visualisierung der neuen Fabrik. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: In Oensingen werden 36 Personen in der Verarbeitung von Schlachtabfällen beschäftigt sein. nutrivalor.ch

Noch in diesem Jahr soll der Spatenstich sein. 20 Millionen Franken will die Nutrivalor investieren. Die neue Fabrik wird unmittelbar neben der Grossmetzgerei Bell gebaut.

Und das ist kein Zufall. Die Firma Nutrivalor verarbeitet nämlich Schlachtabfälle. Also Innereien, Füsse, Köpfe, Knochen, Fett etc. Solches Fleisch will in der Schweiz fast niemand essen. Aber im Ausland, zum Beispiel in Asien und Osteuropa, gilt es zum Teil als Delikatesse. Die Schlachtabfälle werden aufbereitet, tiefgefroren und dann international vermarktet.

Schlachtabfälle sind wertvoll

Nutrivalor gehört zur Centravo Holding. Diese Holding entstand aus einer Selbsthilfeorganisation der Metzger. Sie diente zuerst der Vermarktung von Häuten und Fellen. Später entsorgte sie Schlachtabfälle.

Die Centravo Holding hat heute zehn verschiedene Unternehmen. Z. B. solche, die Margarine herstellen und andere, die Biotreibstoffe produzieren. Die Nutrivalor hat das Ziel, dass Schlachtabfälle so weit wie möglich als Lebensmittel konsumiert werden können und nicht zu Hundefutter verarbeitet werden. Noch schlechter wäre es, diese Abfälle würden verbrannt.

Ende 2014 soll die neue Fabrik bereits stehen. Im neuen Betrieb will die Centravo Holding fast 40 Personen beschäftigen.

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Kampf den Fleischabfällen

4:48 min, aus 10vor10 vom 7.4.2004