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Aargauer Repol: Probleme bei der Besetzung offener Stellen
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 27.01.2020.
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Offene Stellen Grosse Sorgen bei Aargauer Regionalpolizeien

Seit dem letzten August sucht die Aarauer Stadtpolizei eine Polizistin oder einen Polizisten. Trotz 13 Bewerbungen konnte die Stelle noch nicht besetzt werden. «Die guten Polizisten sind irgendwo angestellt. Es ist nicht wie bei kaufmännischen Berufen, man muss mit wenigen Bewerbungen auskommen», sagt Daniel Ringier, Leiter Abteilung Sicherheit der Stadt Aarau.

Bislang habe es noch bei keinem Bewerber für beide Seiten gepasst. Die Stelle ist nach wie vor offen, die Stadtpolizei ist damit unterbesetzt. Die Konsequenz: die Stadtpolizei Aarau muss mit weniger Polizisten klarkommen, es gibt entweder weniger Polizeipräsenz auf den Strassen oder Überzeit für die Stadtpolizisten.

Logo Stapo Aarau auf Auto
Legende: Die Stadtpolizei Aarau sucht seit letztem August einen neuen Polizisten. Bis jetzt vergebens. SRF

Die Stapo Aarau ist mit ihren Sorgen nicht alleine. Eine Umfrage bei verschiedenen Aargauer Regionalpolizeien zeigt: viele Repol haben Mühe ihre offenen Stellen zu besetzen. Dies liege nicht daran, dass der Polizeidienst bei den Repol weniger attraktiv sei als bei der Kantonspolizei, betont René Lippuner, Präsident des Verbands Aargauer Regionalpolizeien.

Pikett als «Killerkriterium»

Einen Grund für die Schwierigkeiten sieht René Lippuner im Pikettdienst. Viele kleinere Regionalpolizeien kennen keinen 24-Stunden-Betrieb. Stattdessen müssen die Polizisten in der Nacht Pikettdienste leisten.

Diese seien sehr unbeliebt, so Lippuner. «Das Pikett ist für viele Junge ein Killerkriterium. Sie möchten zusammenhängend arbeiten und danach Feierabend», betont der Präsident der Aargauer Regionalpolizeien.

Auto der Stadtpolizei Solothurn
Legende: Auch die Stadtpolizei Solothurn kennt das Problem. Der Markt an Polizisten sei ausgetrocknet, heisst es auf Anfrage. SRF

Teilweise seien die Probleme auch hausgemacht. «Am einen oder anderen Ort wurde es verpasst genügend neue Polizisten auszubilden», sagt Lippuner. Gerade grössere Regionalpolizeien hätten lange keine Probleme gehabt neue Polizisten anzustellen und deshalb zu wenig in die Ausbildung investiert.

Die Ausbildung neuer Polizistinnen und Polizisten ist allerdings teuer. Die Ausbildung dauert neu zwei Jahre. Für kleinere Repol, die teilweise nur 15 Angestellte haben, eine grosse Investition. Gewisse Regionalpolizeien bilden deshalb Polizisten nur aus, wenn sie sich vertraglich dazu verpflichten nach der Ausbildung mehrere Jahre bei der jeweiligen Repol zu bleiben.

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