Stadt Solothurn Party bis um 4 Uhr früh dank lokaler Freinächte?

Kürzere Öffnungszeiten sorgen für Unmut. Nun reagiert die Stadt und stellt eine spätere Nachtruhe in Aussicht – in geordneten Bahnen.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Bars und Clubs in der Stadt Solothurn müssen neu um 2 Uhr schliessen.
  • Bis vor kurzer Zeit verfügten einige Betriebe in der Stadt über Sonderbewilligungen, mit denen sie länger geöffnet haben durften.
  • Mit dem neuen kantonalen Wirtschafts- und Arbeitsgesetz sind solche Freinächte nicht mehr möglich.
  • Nach Kritik der Veranstalter will die Stadt nun lokale Freinächte ermöglichen, in denen Lokale wieder bis um 4 Uhr geöffnet bleiben dürfen.

Bars, Restaurants und Veranstaltungslokale in der Stadt Solothurn müssen seit einiger Zeit um 2 Uhr Nachts schliessen. Dies ist eine Folge des neuen kantonalen Wirtschafts- und Arbeitsgesetzes. Bisher verfügten einige Lokale in der Stadt über spezielle Bewilligungen, welche Öffnungszeiten bis 3 oder 4 Uhr ermöglichten. Mit dem neuen Gesetz sind diese Freinacht-Bewilligungen nicht mehr möglich. Lokale, die länger geöffnet haben wollen, müssen ein neues Baugesuch eingeben, inklusive Lärmgutachten.

Stadtpräsident reagiert auf Kritik

Die Bar-Betreiber und Veranstalter hatten in der Zeitung und auf Facebook ihrem Ärger Luft verschafft und die Stadt kritisiert. Einige Veranstalter – etwa das Solheure oder die Rothus-Halle – mussten bereits geplante Veranstaltungen absagen, weil sie nicht länger geöffnet haben dürfen.

Nun reagiert die Stadt auf diese Kritik. Mehrere Veranstalter und das Stadtbauamt hätten sich getroffen und die Thematik diskutiert, teilte die Stadt am Freitag mit. Nach diesem Gespräch habe Stadtpräsident Kurt Fluri entschieden, dass die Stadt den Spielraum nutzen wolle, den das Wirtschafts- und Arbeitsgesetz zulasse. In Solothurn soll es lokale Freinächte geben. Betriebe sollen so regelmässig wieder bis 4 Uhr geöffnet bleiben können, so Fluris Vorschlag an die Gemeinderatskommission.