Solothurner Bauprojekte Passwangstrasse kostet knapp 8 Millionen Franken mehr

Die Strasse auf der Nordseite des Passwang muss saniert werden. Der Kredit aus dem Jahr 2013 über 13,7 Millionen Franken reicht aber nicht. Aus diesem Grund hat der Regierungsrat nun einen Zusatzkredit beantragt von 7,8 Millionen Franken. Das letzte Wort hat der Kantonsrat.

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Bildlegende: Der Passwang im Winter. Die Strasse im nördlichen Teil muss saniert werden. Marco Jaggi/SRF

Die heutige Passwangstrasse wurde in den 1930er-Jahren erbaut. Sie verbindet das Schwarzbubenland mit dem Mittelland. Die Strasse ist in einem schlechten Zustand. Der nördliche Teil der Strasse zwischen Mümliswil-Ramiswil und Beinwil wird nun saniert.

Mängel im ersten Projekt

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Bildlegende: Die Passhöhe ist auf 946 Metern Höhe. Marco Jaggi/SRF

Bereits im Jahr 2013 hat der Kantonsrat darum einen Kredit für die Sanierung der Passwangstrasse auf der Nordseite gesprochen - total 13,7 Millionen Franken. Unterdessen wurden geologische Untersuchungen durchgeführt. Diese zeigten Mängel im Projekt auf.

Das ursprüngliche Projekt sah für die Stützmauern bergseits Pfähle von 5 bis 6 Metern vor. Die Untersuchungen haben aber gezeigt, dass der Fels erst 15 Meter unter der Oberfläche beginnt, und dass der Schutt auf dem Fels die Strasse nicht tragen kann. Es brauchte ein umfassenderes Konzept, was zu mehr Kosten führte.

Projekt ausgebaut

Diese Anpassungen sind aber nicht der einzige Grund dafür, dass das Projekt teurer wird. Laut Auskunft des Solothurner Baudepartements umfasst das Projekt auch mehr.

Neu zum Passwang-Projekt dazugekommen sind:

  • Stützmauern talseits (sind in schlechterem Zustand als angenommen)
  • Steinschlagschutz
  • Ersatz Strassenentwässerung
  • Zingelentunnel: Ampel soll verhindern, dass Lastwagen in dem engen Tunnel kreuzen.

Die Anpassungen kosten 7,8 Millionen Franken. Der Regierungsrat hat diesen Zusatzkredit beantragt. Nun entscheidet der Kantonsrat.