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Aargau Solothurn Paulina Götschi: Bobfahren kann sie schon, autofahren noch nicht

Ihr Berufswunsch ist ungewöhnlich für eine 16-Jährige: Paulina Götschi aus Bettlach möchte professionelle Bobpilotin werden. In ihrer Alterskategorie gehört die Solothurnerin bereits zu den Weltbesten. Noch machen ihr die langen Zugreisen zu schaffen. Und die schweren Bobs.

Mädchen mit schulterlangen blonden Haaren in einem Radiostudio
Legende: «Ich kann verstehen, dass alle denken, es sei komisch»: Paulina Götschi möchte Profi-Bobfahrerin werden. SRF

Vor zwei Jahren fing alles an. An einem Dorffest gewann die damals 14-jährige Paulina Götschi aus Bettlach einen Wettbewerb, bei dem sie ein «Metallwägelchen» anschieben musste, ähnlich wie im Bobsport. Der verdiente Preis, bei einer Bobfahrt mit im Schlitten zu sitzen, hat sie bis heute nicht eingelöst. Die junge Solothurnerin wollte lieber selber fahren.

Im vergangenen Winter nahm sie dann an den Olympischen Jugendspielen teil und fuhr im Monobob in die Top Ten. Nun steht Paulina Götschi vor dem Wechsel zum 2-er Bob, da der Monobob, bei dem man alleine im Schlitten sitzt, nicht Teil des Weltcups ist.

Die Suche nach einer Partnerin

Grösstes Problem bei diesem Wechsel: Welches Mädchen setzt sich zu Paulina Götschi in den Bob? Nach langem Suchen fand ihr Trainer Christoph Langen (bis 2016 Bundestrainer des deutschen Bobkaders) nun eine Kandidatin.

Am Sonntag reiste die Solothurnerin nach Österreich ins Training, wo sie ihre künftige Partnerin erstmals kennen lernte. «Sie muss einfach 'zwäg' sein!», meinte Götschi vor der Abfahrt zu den Erwartungen an die Mitfahrerin.

Mit dem Zug ins Training

Auch aus ganz praktischen Gründen ist die junge Solothurnerin froh, kann sie nun auf eine Mitfahrerin zählen: «Der Bob ist so schwer! Ihn aus dem Auto auszuladen und umzudrehen, um die Kufen zu schleifen, ist wirklich unglaublich schwer», sagt sie im Interview mit Radio SRF.

Eine Frau sitzt in einem kleinen Bob und fährt auf eine Bobbahn
Legende: Paulina Götschi liebt die rasante Fahrt. zvg

Und von wegen Auto: «Ich gehe mit dem Zug ins Training. Und muss jeweils jemanden nett fragen, ob er mir den Bob transportieren könnte», erzählt die 16-Jährige.

Ziel: Olympia 2022

Momentan steht die junge Solothurnerin noch am Anfang und muss sich nun zuerst mit dem neuen Schlitten und der neuen Person vertraut machen. Dass es in dieser Saison also noch nicht nach ganz vorne reichen wird, ist ihr bewusst.

Langfristig möchte sie jedoch Profi-Bobfahrerin werden. «Mein Ziel ist ein Start an den Olympischen Winterspielen 2022», erklärt Paulina Götschi. «Und dass ich gewinne, wenn es gut läuft», fügt sie mit einem Schmunzeln an.

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