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Eine Zusammenarbeit als Premiere
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Platz für 1000 Einwohner Rheinfelden und Möhlin planen ein neues Quartier

Beim Bahnhof Möhlin soll Wohnraum für rund 1'000 Personen entstehen. Zwei Fricktaler Gemeinden spannen dafür zusammen.

Das Projekt – ein neues Quartier: Das Gebiet nördlich des Bahnhofs Möhlin gehört teilweise zur Gemeinde Möhlin, teilweise zur Stadt Rheinfelden. Im Moment ist es ein freies, flaches Feld, so gross wie etwa 17 Fussballfelder. In Zukunft soll hier ein neues Quartier entstehen. Für beide Gemeinden sei dieses Projekt wichtig, betonten Vertreter der Gemeinden Möhlin und Rheinfelden an einer Medienkonferenz. «Es ist eine grosse Chance für beide Gemeinden, zusammen ein Stück Zukunft zu gestalten», meinte Fredy Böni, Gemeindeammann von Möhlin. Er rechnet mit 400 neuen Arbeitsplätzen und Wohnraum für rund 1'000 Menschen.

Möglicher Standort für Kantonsschule: Geht es nach den Verantwortlichen der beiden bevölkerungsreichsten Fricktaler Gemeinden, soll in diesem Gebiet in Zukunft auch die geplante neue Kantonsschule gebaurt werden. Sie soll rund ein Drittel der Fläche ausmachen. Nur: Es gibt auch andere Bewerber – die Gemeinden Frick und Stein haben sich ebenfalls als Standort für die geplante Kantonsschule beworben. Was also, wenn Rheinfelden und Möhlin beim Kanti-Entscheid leer ausgehen? Die Entwicklung des Gebiets würde trotzdem weitergehen, betont Franco Mazzi, Stadtammann von Rheinfelden. Aber: Es wäre doch ein ziemlicher Rückschlag, gibt Mazzi zu.

Zusammenarbeit als Premiere: Es ist das erste Mal, dass Möhlin und Rheinfelden bei einem solch grossen Projekt zusammenspannen. Man habe bisher nicht viel Erfahrung mit der Zusammenarbeit, meinte Franco Mazzi an der Medienkonferenz mit einem Schmunzeln. «Es gibt eine traditionelle Rivalität zwischen der Stadtgemeinde und der Landgemeinde. Dies gab in der Vergangenheit Konflikte. Seit einiger Zeit ist das aber viel weniger der Fall.»

Dazu kommt, dass die Herausforderungen für die Gemeinden immer schwieriger werden und gemeinsam gelöst werden müssen. In einer gemeinsamen Medienmitteilung heisst es denn auch, dass die Planung der Bauzonen nicht an den Gemeindegrenzen aufhöre. Mit der grenzüberschreitenden Planung wolle man sich mehr an den funktionalen Räumen und am Leben vor Ort orientieren, als an den politischen Grenzen.

So geht es weiter: In den nächsten Monaten kann sich die Bevölkerung in Arbeitsgruppen beim Projekt beteiligen. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse sollen als Grundlage in die Planung einfliessen. Voraussichtlich im Juni 2020 werden die Gemeindeversammlungen über einen ersten Kredit für das Projekt entscheiden. Ebenfalls wichtig für das Projekt: Voraussichtlich 2021 entscheidet der Grosse Rat, wo im Fricktal die neue Kantonsschule hinkommen soll.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Bruno Hochuli  (Bruno Hochuli)
    Nie genug Wohnungen schreien die Gemeinden, nur wo sollen die Leute arbeiten? Müssen sie in andere Kantone pendeln, oder ins Ausland? Wo bleibt nur der gesunde Menschenverstand?
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  • Kommentar von Alex Schneider  (Alex Schneider)
    Das ist der ewige Ortsplanungskreislauf Zu wenige Schulkinder in einem Dorf werden mit Neuüberbauungen für Wohnbevölkerung bekämpft.Die Bevölkerungs- und Kinderzahlen wachsen.Dann hat man plötzlich zu viele Kinder und man muss die Schulanlage erweitern.Wenn die Kinder das Dorf verlassen haben und sich die Schulanlagen leeren, kommt wiederum der Ruf nach Neuüberbauungen für neue Zuzüger*innen.Von diesem Kreislauf profitieren die Lehrerschaft und die Baulobby des Dorfes. Alles auf Kosten Grünraum.
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    1. Antwort von Walter Schwarb  (Schwarb Walter)
      Das dauernde weiter Überbauen von Grünflächen ist ein Unsinn grössenwahnsinniger Gemeinden, Frick ist ein perfektes Beispiel dafür, es war mal schön, hier zu wohnen, heute ist das Dorf nur noch hässlich und laut, bravo. Warum aber Lehrpersonen von diesen Blödsinn profitieren sollen, ist mir schleierhaft.
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  • Kommentar von Patrik Müller  (P.Müller)
    Ladestationen vorgesehen sind, die Siedlung aber Energieautark betrieben wird, für die Bewohner auch genügend Raum für ihre Freizeit in ursprünglicher Natur besteht. Und die Arbeitsplätze auch gleich vor Ort vorhanden sind.

    Es ist alles eine Frage der Massen... Dichtestress? Was ist das?
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