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Aargau Solothurn Polizei greift bei Abtreibungsgegner-Demo hart durch

Rund 70 Anhänger der christlichen Gruppierung «Ja zum Kind» haben am Samstag in der Altstadt von Aarau gegen den Abbruch von Schwangerschaften demonstriert. Die stark präsente Stadt- und Kantonspolizei führte über 20 Personen ab, welche die Kundgebung zu stören versuchten.

Demoplakate
Legende: Mitglieder der Piusbruderschaft bei ihrer Kundgebung zur Initiative «Ja zum Kind» in Aarau am 5. Oktober. Keystone

Mit Gesängen und Reden demonstrierten die Anhänger der religiösen Gruppierung «Ja zum Kind» bei der Igelweid Aarau mitten im Samstagsverkaufsrummel gegen das Recht auf Abtreibung. An der Kundgebung nahmen Männer, Frauen und auch Kinder teil. Pater Lukas Weber hielt eine Rede. Auf einem Transparent war zu lesen: «Wir beten für die ungeborenen Kinder und ihre Eltern.»

Polizeipräsenz wegen möglicher Gegendemo

Demonstrantin und Polizei
Legende: Gegendemonstranten der Kundgebung werden in Aarau von der Polizei gestoppt. Keystone

Die Aargauer Kantonspolizei markierte an der bewilligten Kundgebung sichtbare Präsenz. Im Internet hatte die Gruppierung «Antifa Aarau» anonym zum Gegenprotest aufgerufen. Mehrere Personen versuchten, die Kundgebung mit Schreien, Pfeifen und zwei kleinen Leuchtpetarden zu stören.

Die Polizei griff hart durch. Sie hielt über 20 Personen an und führte diese in Handschellen ab. Sie wurden auf dem Polizeiposten geführt und für 24 Stunden mit einer Wegweisung belegt, teilte die Polizei mit. Die Kundgebung verlief sonst friedlich. Es handle sich um eine bewilligte Kundgebung und die Polizei habe die Aufgabe, das demokratische Grundrecht zu schützen, sagte Polizeikommandant Michael Leupold am Samstag vor Ort.

Die Gruppierung «Ja zum Kind» aus dem Umfeld der Piusbruderschaft veranstaltet nach eigenen Angaben an jedem ersten Samstag des Monats eine Kundgebung in einer Schweizer Stadt.

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13 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Knecht, Torny
    "Mehrere Personen versuchten, die Kundgebung mit Schreien, Pfeifen und zwei kleinen Leuchtpetarden zu stören. Die Polizei griff hart durch." Gemäss anderer Quelle lief da mehr. Zum Beispiel versuchte Entreissdiebstäle die fast in tätliche Angriffe übergingen.
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  • Kommentar von Bärni P, Fribourg
    Sehr gute Arbeit der Polizei! 15-25 jährige Querulanten, welche immer wieder mit Feuerwerkskörper und selbstgebastelten Hörschockgranaten eine 1-stündige, bewilligte Demo mit Familien und Kleinkinder stören, müssen zur Vernunft kommen! Schon bei Tanz dich frei in Bern wurden ja Sanitäter usw. von denen nicht verschont und angegriffen - unverständlich!
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    1. Antwort von Hans Knecht, Torny
      Das ist m.E. ein guter Punkt. Was wäre passiert, wenn die Polizei in Bern und Winterthur bei "Tanz dich frei" auch gleich von Beginn an solche Querulanten entfernt hätten?
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  • Kommentar von Alex Bauert, Bern
    Wie dumm sind diese Antifa-Leutchen? Ohne ihr völlig antidemokratisches Auftreten an dieser Demo, wären die AbtreibungsgegnerInnen keine Medienpräsenz wert gewesen, eine Luftblase der Geschichte. Stellen sich die Antifa-Leutchen vor, dass nebst der Bewilligung durch die Behörden künftig auch eine bei ihnen eingeholt werden müsste? Sie können ja mal ne Initiative zu diesem Anliegen starten - oder sich neue und demokratiekompatible Samstagsaktivitäten gegen Langeweile suchen ;-)
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    1. Antwort von Hans Knecht, Torny
      Vermutlich haben sie Recht: Hätte es keine "Provokateuere" geben, dann hätte es auch keine Polizeipräsenz geben und somit auch Medienpräsenz. Letztendlich auch keine News-Meldung hier.
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