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Private Abfallsammler Rothrist setzt im Kampf gegen Littering auf Freiwillige

Der Gemeinderat unterstützt Privatpersonen, die Abfall einsammeln und hat Ideen, wie man das Projekt ausweiten kann.

Das Rothrister Projekt: In der 9000-Einwohner-Gemeinde Rothrist kämpft die 63-jährige Esther Marbach gegen Littering und sammelt mindestens an einem Tag pro Woche Plastik, Glas und Papier den Strassen entlang. «Ich mache das der Natur zuliebe, nicht der Gemeinde», so Marbach gegenüber SRF. In der Zwischenzeit macht bereits eine weitere Rothristerin mit beim Güselsammeln. «Wenn der Abfall rasch weggeräumt wird, werfen die Leute weniger fort», ist Esther Marbach überzeugt.

Nun erhält die freiwillige Abfallsammlerin auch Unterstützung vom Gemeinderat. Er ruft die Gemeindemitglieder auf, sich Esther Marbach anzuschliessen. «Eine super Initiative auf privater Basis, wir wollen diesen Leuten eine Wertschätzung entgegenbringen», sagt Gemeinderat Hans Rudolf Sägesser.

Das könnte daraus entstehen: Momentan weibelt Gemeinderat Hans Rudolf Sägesser bei weiteren potenziellen Abfallsammlern. Es sei ferner geplant auch einige Asylbewerber als Unterstützung für den Werkhof gegen Littering und für Arbeiten in der Landschaftspflege einzusetzen. Zudem habe er im Jugendtreff Werbung gemacht für die Littering-Gruppe. Auch Vereine wurden angeschrieben. Und im Alters- und Wohnzentrum gehe er vorbei. «Hier gibt es bestimmt rüstige Rentner, die mitmachen würden», ist Sägesser überzeugt.

Warum müssen Private einspringen? Beim Werkhof Rothrist arbeiten acht Personen, sagt Gemeinderat Hans Rudolf Sägesser. Diese hätten viel zu tun und würden nicht überall nachkommen mit der Arbeit. «Das Leeren der Robidog-Behälter mussten wir bereits auslagern. Eine Behindertenwerkstätte macht das und stellt das in Rechnung», so Sägesser weiter.

Die private Initiative der Abfallsammler sei deshalb sehr willkommen. Zudem schweisse es die Gemeinde noch mehr zusammen, ein schöner Nebeneffekt. Nach dem Aufruf der Gemeinde vor zwei Tagen hat sich bereits ein weiterer Interessierter gemeldet, heisst es auf Anfrage.

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