«Puff» um «Puff» in Lenzburg: Stadtrat bewilligt Erotiksalon

Der Stadtrat von Lenzburg hat die Baubewilligung für einen Erotiksalon an der Industriestrasse erteilt. Gegen das geplante Bordell gab es Widerstand im Quartier und im Parlament.

Prostitutierte schminkt sich (Symbolbild) Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Stadtrat von Lenzburg hat keine Angst um das Westquartier - auch wenn dort ein Erotiksalon öffnet. Colourbox (Symbolbild)

350 Unterschriften von Anwohnern gegen das «geplante 24-Stunden-Bordell» und ein Vorstoss der CVP/EVP im Stadtparlament mit der Forderung, man solle ein «Rotlichtviertel im Westquartier» verhindern: Das geplante Erotikstudio an der Industriestrasse 32 in Lenzburg sorgt für rote Köpfe in der Stadt.

Trotzdem hat der Stadtrat nun die Baubewilligung erteilt für die Umnutzung einer Wohnung in eben dieses Erotikstudio, wie er am Mittwoch mitteilt. Bereits im Einwohnerrat hatte der Stadtrat argumentiert, das Erotikstudio sei zonenkonform. Auch die Mehrheit im Parlament war dieser Ansicht gefolgt – der Vorstoss wurde nicht überwiesen.

Erotikbetriebe sind in der Region keine Seltenheit. Auch in Hunzenschwil oder Schafisheim finden sich solche Angebote – mitten im Dorf. Bisher offenbar ohne Probleme. Noch nicht geklärt ist in Lenzburg ein weiteres Baugesuch für eine Disco im Quartier westlich des Bahnhofs. Auch dagegen wehren sich Anwohner und einzelne Lokalpolitiker.