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Legende: Audio Aargauer Reformierte wollen nicht politisch sein abspielen. Laufzeit 01:28 Minuten.
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 08.08.2019.
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Reformierte Kirchen Wie politisch soll die reformierte Kirche sein?

Darum geht es: Im nächsten Frühling stimmt das Schweizer Stimmvolk über die Konzernverantwortungsinitiative ab. Mitinitiiert wurde dieses Anliegen von kirchennahen Organisationen wie «HEKS» oder «Brot für alle». Auch viele Landeskirchen befassten sich in den Kantonen mit der Thematik und gaben Stimmempfehlungen ab.

Aargauer Reformierte wollen nicht: Das Parlament der reformierten Landeskirche Aargau hat sich gegen eine Unterstützung der Initiative ausgesprochen. Man wolle nicht politisch sein, fand die Mehrheit der Kirchenparlamentarier. Dieser Entscheid sorgte bei der Basis teilweise für Unmut. «Ich bekam mehr negative als positive Feedbacks», sagt Kirchenratspräsident Christoph Weber-Berg. Das Thema sei sehr emotional. Auch bei einem Ja hätte es sicherlich Mitglieder der Kirche gegeben, die sich daran gestört hätten, glaubt der Präsident.

Die grösste Kirche will: Bei der mitgliederstärksten reformierten Kirche der Schweiz sieht man dies anders. Die «Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn» haben beschlossen, die Initiative zu unterstützen. Man müsse politisch sein – so der Tenor des Synodalrates. Eine politische Verweigerung sei nicht möglich, deshalb sei es besser aktiv zu sein. Für grosse Diskussionen habe der Entscheid aber nicht gesorgt, heisst es auf Anfrage von SRF.

Nicht überall ein Thema: Nicht befasst mit der Konzerninitiative hat sich die dritte reformierte Kirche in der Region Aargau Solothurn. Bei der «Evangelisch-reformierten Kirche Kanton Solothurn» sei die Initiative bisher noch kein Thema gewesen. Man halte sich aber politisch auch eher zurück und lasse den «Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund» die Politik machen.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von jean-claude albert heusser  (jeani)
    Die Landeskirchen haben überhaupt nicht politisch zusein sondern neutral!
    Ihre Aufgabe ist rein seelsorgerisch!
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  • Kommentar von Rolf Bolliger  (jolanda)
    Dass sich die christlichen Kirchen (kath. und vorallem reform. Leute vom "Bodenpersonal") völlig einer linksideologischen Politik verschrieben haben, belegen jeweils die "Worte zum Sonntag" (auf SRF1 am Samstagabend 20:00 Uhr) oder die politischen Artikel in den regionalen "Kirchenzeitungen"! Oftmals glaubt man als zuhörenden Christ, man befinde sich an einer SP-Parteiversammlung oder an einer Demo von links/grünen "Weltrettern"! Würden erzkonservative Leute auftreten, gäbe es eine Revolution!
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    1. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Naja, Christen sind aus naheliegenden Gründen Gutmenschen;-)
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  • Kommentar von Alex Schneider  (Alex Schneider)
    Die christl. Botschaft legt ihren Fokus auf die Nächstenliebe und die Gerechtigkeit in der unmittelbaren Praxis. Jesus wollte von den Leuten vor Ort verstanden werden und verwendete deshalb Gleichnisse aus ihrem Leben. Er hat keine Gesellschaftspol. und schon gar keine Wirtschaftspol. gemacht. So kann das, was aus Mikrosicht als gerecht und human erscheint, aus einer Makrosicht falsch oder unzulänglich sein. Die Kirche soll also keine gestützt auf Bibelstellen allg. gültige Politparolen ausgeben
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    1. Antwort von bruno michel  (prototyp)
      Ich stimme zu. Jede Kirche, die sich christlich nennt, soll das Evangelium predigen. Die Menschen sollten in der Kirche viel mehr hören, wie Gott denkt. Wie Menschen denken, können wir ja anderswo zur Genüge hören.
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