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Leibstadt und Gösgen verkürzen die Unterhaltsarbeiten
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 08.04.2020.
abspielen. Laufzeit 04:42 Minuten.
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Revision in Corona-Zeiten AKWs machen nur das Nötigste

  • In den nächsten Wochen hätten die Schweizer Atomkraftwerke ihre Jahresrevisionen durchgeführt, was nun wegen der Corona-Krise schwieriger wird.
  • So teilt etwa das Kernkraftwerk Leibstadt am Mittwoch mit, dass es auf einen leistungssteigernden Umbau in diesem Jahr verzichtet.
  • Auch das AKWs Gösgen konzentriert sich auf die nötigsten Arbeiten, während Beznau wie geplant die Revision durchführt.

Die Revision eines Kernkraftwerks ist normalerweise eine grosse Sache. Hunderte Arbeiter, häufig aus dem Ausland, überprüfen die Anlagen. In Corona-Zeiten ist dies nicht so einfach möglich. Unter anderem ist es schwierig an die nötigen Facharbeiter zu kommen.

Das Kernkraftwerk Leibstadt hat deshalb reagiert. Es verkürzt die Revision auf etwa 43 Tage, was nur gerade der Hälfte der ursprünglichen Planung entspricht. Eigentlich wollte das AKW zwischen Mai und August auch einen grossen Turbinenkondensator ersetzten und so die Leistung steigern. Darauf verzichte man jedoch in diesem Jahr, teilt das Kraftwerk mit. Man konzentriere sich auf den Ersatz der Brennelemente, sowie den Unterhalt und starte deshalb erst Ende Juni mit den Wartungsarbeiten.

Auch Gösgen verkürzt Revision

Gleich macht es auch das AKW Gösgen. Man habe die Planung für die diesjährige Revision angepasst und verkürzt, heisst es auf Anfrage. Es werden nur notwendige Arbeiten, wie das Wechseln der Brennelemente sowie Prüfungen und Instandhaltungsarbeiten, durchgeführt. Die geplante Grossrevision des Generators werde auf das nächste Jahr verschoben.

Das ist gemäss dem Kernkraftwerk Gösgen sicherheitstechnisch machbar und bei der Aufsichtsbehörde Ensi so gemeldet. Die Arbeiten, die bei der 17-tägigen Revision im Juni anfallen, können nun ohne externe Mitarbeiter durchgeführt werden. Dies dürfte das Infektionsrisiko deutlich senken.

Beznau macht vorwärts

Anders macht es das AKW Beznau. Dieses legt mit der Revision, wie ursprünglich geplant, in der nächsten Woche los. 400 Arbeiter, die grösstenteils aus dem benachbarten Ausland kommen, werden in den kommenden Wochen die jährliche Revision am Block 1 des Kernkraftwerks durchführen.

Dies ist angesichts der Grenzschliessungen durchaus umstritten. «Wir konnten den Termin jedoch nicht verschieben, da das Kernkraftwerk Beznau neuen Brennstoff benötigt», erklärt Kraftwerksleiter Michael Dost. Man wolle nun mit rigorosen Sicherheitsmassnahmen dafür sorgen, dass sich das Virus unter den Arbeitern nicht ausbreite.

Unter anderem müssen die Revisionsspezialisten 14 Tage in Quarantäne, bevor sie das Werksgelände betreten dürfen. Zudem wird ihre Gesundheit zuvor genau überprüft. Die Revision des Blocks 1 im Kernkraftwerk Beznau findet vom 17. April bis am 22. Mai statt. Die Revision des Blocks 2 ist im August vorgesehen.

Regionaljournal Aargau Solothurn, 12:03 Uhr;

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