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Rothirsche im Aargau Die Jäger trafen nicht so oft

Neun Rothirsche gab der Kanton Aargau letzte Saison zum Abschuss frei. Geschossen wurden aber nur zwei Tiere.

Legende: Audio Warum die Aargauer Jäger nicht so viele Hirsche getroffen haben abspielen. Laufzeit 01:52 Minuten.
01:52 min, aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 31.01.2019.

Darum wurden die Rothirsche zum Abschuss freigegeben: Im Aargauer Kelleramt (Bezirk Bremgarten) ist der Rothirsch aus dem Kanton Zürich eingewandert. Im Wald verursachen die Tiere Schäden, sie nagen an den Bäumen. Deshalb beantragten die Jagdgesellschaften in der Region eine Abschussbewilligung. Für das Kelleramt wurden letzten Sommer fünf Abschüsse von Rothirschen bewilligt, für die Region Zofingen waren es vier.

Darum wurden nur zwei Rothirsche geschossen: Im Kelleramt und in der Region Zofingen wurde je ein Rothirsch geschossen – obwohl die Jäger insgesamt neun hätten schiessen dürfen. Den Rothirsch zu jagen gilt als extrem anspruchsvoll. «Der Rothirsch hat ein sehr grosses Streifgebiet und ist sehr empfindlich», sagt Erwin Osterwalder, Fachbereichsleiter Jagd beim Kanton Aargau. Man könne sich dem Tier kaum auf 100 Meter nähern, ohne dass es das Weite suche.

So viele Rothirsche gibt es in der Schweiz: Im 19. Jahrhundert galt der Rothirsch als ausgestorben, seit den 1960er-Jahren ist er aber im Aargau zurück. Seit 2016 erteilt der Kanton auch wieder Abschussbewilligungen für den Rothirsch. Laut Pro Natura gibt es heute in der Schweiz 35'000 Rothirsche, die meisten davon in Graubünden.

So geht es im Aargau weiter: Dass trotz neun Bewilligungen nur zwei Rothirsche geschossen wurden, ist laut dem kantonalen Jagdspezialisten Erwin Osterwalder nicht problematisch: «Wir stehen erst am Anfang der Bejagung, wir haben noch keinen Druck.» Man kann daher davon ausgehen, dass der Kanton Aargau auch in der kommenden Jagdsaison wieder Rothirsche zum Abschuss freigeben wird.

So ist es im Kanton Solothurn: Im Kanton Solothurn gibt es zwar auch Rothirsche, doch ist die Jagd auf diese Tiere laut dem kantonalen Jagdverwalter Marcel Tschan kein Thema.

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