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Referendum – unklare Zukunft für das ehemalige Oberstufenzentrum in Mumpf.
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 17.12.2019.
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Rückschlag für Schulvorstand Verkauf des Oberstufen-Schulhauses in Mumpf kommt an die Urne

  • In Mumpf steht das Oberstufenzentrum Fischingertal leer. Es gab zu wenig Schüler, deshalb hat der Schulvorstand entschieden, das Schulhaus zu verkaufen.
  • Wer kauft schon ein leeres Schulhaus samt Turnhalle? Die Heilpädagogische Schule HPS Fricktal sagte im Herbst 2019 zu.
  • Die HPS will das Schulhaus für 9.3 statt 18 Millionen Franken kaufen. Dennoch waren die vier Trägergemeinden froh, eine Lösung gefunden zu haben.
  • Nun ist allerdings das fakultative Referendum gegen den Entscheid des Schulvorstandes zustande gekommen. Das Stimmvolk der vier Gemeinden entscheidet am 9. Februar über einen möglichen Verkauf.

Das Referendum sei gültig, melden unter anderem die Gemeinden Mumpf und Schupfart. Sie sind zwei der vier Trägergemeinden des Oberstufenzentrums, zusammen mit Obermumpf und Wallbach. Total seien 230 gültige Unterschriften gegen den Entscheid des Schulvorstandes eingegangen, melden die Gemeinden. 179 wären nötig gewesen. Beim Schulvorstand ist man eher überrascht, auch weil das Referendum erst spät eingereicht wurde.

Nutzung für Primar- statt Oberstufe?

Hinter dem Referendum steht eine Gruppe von Eltern und Einwohnern aus Mumpf. Organisiert sind sie in einem Referendumskomitee rund um den Mumpfer Hanspeter Zingg. Er findet es schade, dass die Gemeinde das Oberstufenschulhaus an die Heilpädagogische Schule verkaufen will. «Wir möchten nicht, dass das Schulhaus von einem Schulverband weiterverkauft werden kann, ohne dass man den Stimmbürger fragt, der damals die Finanzierung bewilligt hat», erklärt Zingg.

Sein Komitee schlägt die Nutzung des Oberstufenschulhauses als Primarschulhaus vor. «Die Schülerzahlen schwanken, und man muss kantonsweit auch bei Primarschulen mit einer Zentralisierung rechnen. Für diese Entwicklung wäre das Mumpfer Schulhaus ideal, wir wären bereit», so Zingg.

Kein Bedarf für ein Primarschulhaus

Anders sieht das der zuständige Co-Präsident des Schulvorstandes und Gemeindeammann von Schufpart, René Heiz. «Schüler hätten wir in Schupfart, Obermumpf und Mumpf genug. Aber die Schulanlagen in Obermumpf wurden erst gerade für 1.8 Millionen Franken saniert. Auch das Schulhaus in Schupfart ist gut geeignet zum Unterrichten», sagt er.

Schulhaus
Legende: Die HPS müsste für die Nutzung des Schulhauses noch Umbauarbeiten tätigen. SRF

Angst macht René Heiz die bevorstehende Urnenabstimmung im Februar nicht. Allerdings weiss er um das Risiko, dass ein Referendumskomitee meist besser mobilisieren kann als die Gegenseite. «Wir sind überzeugt, dass der Verkauf an die HPS eine gute Lösung ist. Unsere Hauptaufgabe wird sein, die Befürworter an die Urne zu bringen», so Heiz.

Gesamtresultat aller vier Gemeinden zählt

Am 9. Februar entscheidet das Stimmvolk. Die Stimmen werden zusammengezählt. Das Gesamtresultat entscheidet. Einen Plan B hat der Oberstufen-Schulvorstand der vier Gemeinden nicht. Er hofft, dass der Verkauf des Mumpfer Schulhauses trotzdem stattfinden kann.

Die Heilpädagogische Schule Frick HPS würde auf 2021 einziehen. Die HPS-Schulleitung möchte sich zum aktuellen Fall auf Anfrage von SRF nicht äussern.

Video
Zu verkaufen: Oberstufenzentrum im Fricktal
Aus Schweiz aktuell vom 06.07.2018.
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