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«Was einem das E-Bike auch im Rennsport ermöglicht, das ist unglaublich.»
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 16.08.2020.
abspielen. Laufzeit 07:22 Minuten.
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Saisonstart E-Mountainbike «Nach der langen Rennpause kann ich damit zufrieden sein»

Die Solothurner E-Mountainbikerin Nathalie Schneitter ist mit dem Drei-Etappen «E-Tour du Mont Blanc» in Verbier in die neue Saison gestartet. Die Titelverteidigung ist ihr nicht gelungen, der zweite Platz musste reichen.

Nathalie Schneitter

Nathalie Schneitter

E-Mountainbikerin

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Die Solothurnerin Nathalie Schneitter ist E-Mountainbikerin. Sie war 2019 die erste E-MTB Weltmeisterin der Geschichte. Zuvor verfolgte sie zwischen 2000 und 2016 eine Mountainbike-Karriere. In Jahr 2008 qualifizierte sie sich für die Olympischen Spiele in Peking.

SRF News: Auf der Skala von glücklich bis enttäuscht, wo ordnen Sie das Resultat aus Verbier ein?

Nathalie Schneitter: Wenn man drei Tage unterwegs ist, 7 bis 8 Stunden Rad fährt pro Tag, da kann viel passieren. Wir sind in die Titelverteidigung gestartet und sind darum sicher nicht ganz glücklich. Aber wir haben uns gut zurückgekämpft. Nach so einer langen Rennpause können wir damit zufrieden sein.

Sie fahren E-Mountainbike. Braucht das mehr Verständnis, auch technisches, als mit dem herkömmlichen Mountainbike?

Die technische Komponente am Rad ist sehr komplex. Man muss verstehen lernen, was das Rad kann, muss ein gutes Gespür entwickeln für das Rad. Wenn man das hat, werden die Grenzen des Möglichen extrem verschoben: Die Wege, die wir in Verbier gefahren sind, der Steilheitsgrad, der technische Schwierigkeitsgrad, dort müsste man ein Rad ohne Motor permanent schieben. Was einem das E-Bike auch im Rennsport ermöglicht, das ist unglaublich. Das begeistert mich.

Rennsport mit einem motorbetriebenen Rad, das wird oft kritisiert. Fühlen Sie sich inzwischen ernst genommen als Sportlerin, als Spitzensportlerin?

Wir erleben im Moment einen gewissen Wandel. Jeder der ein E-Bike schon selber ausprobiert hat, weiss, dass ein E-Bike ganz verschiedene Sachen sein kann: ein Mobilitätsgegenstand, ein Spassgerät oder auch ein Sportgerät. Das kann man selber bestimmen. Klar, ich habe immer noch mit Vorurteilen zu kämpfen. Aber nur von Leuten, die noch nie selber ein E-Bike ausprobiert haben.

Welchen sind Ihre nächsten Ziele?

Mein grösstes Ziel ist, das E-Mountainbike etwas zu entstauben: zu zeigen, dass das nicht nur etwas für alte Leute ist, dass es Zukunft hat in der Mobilität und im Sport.
Und letztes Jahr konnte ich die erste E-Mountainbike-Weltmeisterschaft gewinnen. Die nächste WM ist hoffentlich noch dieses Jahr, am 8. Oktober. Ich werde versuchen, mich extrem gut darauf vorzubereiten, und auch dort wieder eine Medaille zu gewinnen und im besten Fall das Weltmeister-Trikot zu verteidigen.

Das Gespräch führte Jill Lüscher.

SRF 1, Regionaljournal Aargau Solothurn, 17:30 Uhr;

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