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Aargau Solothurn Sanierung Belchentunnel: Reicht die halbe Milliarde Franken?

Der dritte Strassentunnel durch den Belchen sollte ursprünglich 270 Millionen Franken kosten. Weitere Abklärungen ergaben dann aber, dass die neue Röhre viel teurer wird – nämlich rund 500 Millionen Franken. Dies sollte nun reichen, meint die Projektleitung, trotz des speziellen Jura-Gesteins.

Es ist ein grosser Tag, vor allem für die Kantone Solothurn und Basel-Landschaft. Beide hatten sie für die dritte Tunnelröhre durch den Belchen auf der Autobahn A2 gekämpft. Das Baselländer Stimmvolk hatte sich schon 2003 an der Urne für eine weitere Röhre ausgesprochen.

Eine teure Lösung, wie sich in den letzten Jahren zeigte. Zuerst ging man von Baukosten in der Höhe von 270 Millionen Franken aus. Abklärungen zeigten danach, dass die dritte Röhre deutlich teurer wird. Der Bund rechnet nun mit 500 Millionen Franken.

Teurere Röhre als geplant?

Ein Grund dafür ist unter anderem die Geologie. Der Jura ist kein stabiler Felsen. Vielmehr besteht das Gestein aus Gipskeuper, welcher stark aufquellt, wenn er mit Wasser in Berührung kommt. Dies führte bei verschiedenen Tunnelprojekten durch den Jura zu höheren Kosten.

Dieses Mal soll dies jedoch nicht geschehen, erklärt der Projektleiter des Bundes, Urs Aeschlimann, gegenüber Radio SRF. Schliesslich wisse man dank der beiden anderen Belchenröhren, was die Tunnelbauer erwartet. Er ist deshalb zuversichtlich, dass man die Kosten von 500 Millionen Franken einhalten könne.

Tunnel bis 2022 fertig

Wegen der deutlich höheren Kosten prüfte der Bund übrigens auch andere Varianten. Unter anderem prüfte er, ob der bestehende Tunnel in der Nacht und an den Wochenenden geschlossen und dann saniert werden könnte. Diese Idee verwarf man jedoch, da sich die Arbeiten so zu lange verzögert hätten.

Nun also beginnen die Bohrarbeiten für die dritte Röhre. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis 2022. Danach wird der bestehende Belchentunnel saniert.

Der Belchentunnel

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Bisher gibt es für den Strassenverkehr zwei Röhren durch den Belchen. Diese wurden in den 60er Jahren gebaut. Heute fahren täglich rund 55‘000 Fahrzeuge durch den Tunnel. Da die beiden Tunnelröhren in einem schlechten Zustand sind, müssen sie saniert werden. Nun wird eine dritte Röhre gebohrt mit einer Länge von 3,2 Kilometern.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Alex Moser  (AM)
    Am Belchen gibt es zwei Röhren - und für die Sanierung braucht es nun eine dritte? Ohne Belchen wäre Basel aber nicht vom Rest der CH abgeschnitten - und es gibt auch keinen Pass mit Wintersperre... :-) Da frage ich mich schon, ob wir die 500 Mio (die sowieso nie und nimmer reichen werden) nicht besser für die zweite Gotthardröhre einsetzen würden?
  • Kommentar von W. Ineichen  (win)
    Schon jedes Verkehrsbauwerk in der Vergangenheit wurde massiv teurer als budgetiert. Einzige Ausnahme: Die Teufelsbrücke zwischen Göschenen und Andermatt.
  • Kommentar von Martin Ulrich  (Martin Ulrich)
    in dem Tunnel spukt es, ich würde ihn in Ruhe lassen, dort wohnt die "weisse Frau vom Bölchentunnel" siehe Wikipedia, aber das sollte egtl. hinreichlich bekannt sein es haben sie genug Leute gesehen
    1. Antwort von Lucas Kunz  (L'art pour l'art)
      Betrachtet man die vielen Zustimmer hier, ... dann wird's klar, dass man in der Schweiz wohl immer noch an Rotkäppchen und "Peter und der Wolf" glaubt - siehe u.a. die Begründungen zum Abschuss der Wölfe.