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Legende: Audio Weniger Kirschen wegen eines Insekts. abspielen. Laufzeit 02:22 Minuten.
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 09.07.2019.
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Schädlinge im Mittelland Rotbeinige Baumwanze vernichtet Kirschernte

Bisher kaum ein Problem im Mittelland: Den Schädling kannte man bisher vor allem im Wallis. Dort hat die rotbeinige Baumwanze bei Aprikosen und Birnen Schäden verursacht. Nun macht sie auch im Aargau Probleme – speziell dabei: Die Wanze hat es hier auf Kirschen abgesehen, das ist der erste solche Fall schweizweit. Daniel Schnegg vom landwirtschaftlichen Zentrum Liebegg ist überrascht: «Ich bin erschrocken, weil ich sie noch nie in den Kirschen gesehen habe. Vor allem hatten wir noch nie eine Meldung in den Bäumen.»

Bauer verliert grosse Teile der Ernte: Besonders hart hat es einen Landwirt in Leutwil oberhalb des Hallwilersees getroffen. Die Wanze hat die Kirschen auf 150 seiner Bäume komplett gefressen. Dies ist ein Drittel seiner Ernte, wie der Bauer gegenüber dem «Wynentaler Blatt» sagte.

Andere ähnliche Fälle in der Region: Der Bauer oberhalb des Hallwilersees könnte nicht der einzige sein. Beim landwirtschaftlichen Zentrum haben sich weitere mit dem gleichen Verdacht gemeldet. Auch im Kanton Solothurn könnte es einen Fall geben, zeigen Recherchen von SRF. Bei diesem Bauern gibt es den Verdacht, dass die Wanzen gar die Hälfte seiner Kirschenernte gefressen haben könnten.

Hier ist allerdings noch nicht klar, ob es sich wirklich um die rotbeinige Baumwanze handelt oder um die marmorierte Baumwanze. Wegen dieser hatte man sich schon lange Sorgen gemacht, weil sie im Ausland bereits grosse Schäden verursacht hatte in den vergangenen Jahren.

Experten suchen eine Lösung: Am Mittwochmorgen treffen sich die Spezialisten des Kantons Aargau und der Forschungsanstalt Agroscope in der betroffenen Kirschenplantage in Leutwil. Daniel Schnegg ist zuversichtlich, dass man eine Lösung findet: «Bis jetzt konnten wir noch jedes Problem lösen.»

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Simon Brändle  (Hanibal)
    Mal etwas vom Thema abgewichen.
    Ich denke der schlimmste Schädling sind wir Menschen.
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  • Kommentar von H.S. Labhardt  (labhardt)
    Verursachte im Ausland Schäden... einmal mehr durch globalen Handel eingeschleppte Tiere, die hier keine natürlichen Feinde haben und sich massenhaft vermehren. Schuld ist der Mensch, nicht der Schädling, nur nützt das dem Bauern nichts...
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    1. Antwort von Franz NANNI  (igwena ndlovu)
      Den Stinkkaefer gibt es weltweit in diversen Ausfuehrungen.. Ich glaube mehr als 100 Varianten.. und sie haben praktisch keine Feinde, schmecken schlecht und stinken gewaltig.. selbst Voegel meiden ihn.. Der Klimawandel ist der Hauptgrund des Auftreten in diesen Massen..
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  • Kommentar von Peter Amthauer  (Peter.A)
    ...ansonsten hätten sie die Menschen vernichtet. Aber mal im Ernst: Sollte man heute noch von Schädlingen sprechen? Der Mensch ist Teil der Natur. Ohne sie kann er nicht überleben. Das hat er mittlerweile auch schon begriffen. Sicher gibt es eine Lösung, um sich die Natur mit den Tieren zu teilen. Wohin der Weg führt, wenn Profit an vorderster Stelle steht, können wir allerorts sehen. Die Globalisierung lässt grüssen.
    MfG
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