Schleches Image für den Aargau wegen Sparmassnahmen?

Nicht schon wieder sparen: So lautet der Kommentar der Aargauer Staatsangestellten zu den neusten Sparvorschlägen der Regierung. Viele kleine Massnahmen, die auf einzelne Personen aber grosse Auswirkungen hätten, seien ein schlechtes Zeichen, so die Kritik des VPOD Aargau.

Es sind deutliche Worte, mit denen sich der Aargauer Verband des Personals öffentlicher Dienste (VPOD) ab die Kantonsregierung wendet. Ein schlechtes Zeichen gegenüber dem Personal wäre es, wenn Staatsangestellte weniger Lohn erhielten und die Lehrer mehr arbeiten müssten.

Wenn zudem das Dienstaltersgeschenk für Lehrer abgeschafft würde, wirke dies demotivierend, so der VPOD in einer Mitteilung. Der Kanton riskiere mit solchen Massnahmen, dass es schwieriger werden könnte, kompetente Mitarbeitende zu finden. Wenn gute Polizistinnen, Lehrer und andere Angestellte der Verwaltung in andere Kantone abwandern würden. Am Schluss wären die Aargauerinnen und Aargauer die Leidtragenden.

«  Der Kanton Aargau verstärkt sein Image als schlechter Arbeitgeber. »

Gewerkschaft VPOD Aargau

Besonders störend ist für die Gewerkschaft, dass die Aargauer Regierung viele kleine Sparmassnahmen vorschlägt, welche einzelne Personen hart treffen würden. Etwa, dass Hinterbliebene eines verstorbenen Kantonsangestellten nur noch das Minimum an Unterstützung erhielten.

Nullrunde beim Kanton, Lohnerhöhung in der Privatwirtschaft

Laut Plänen der Regierung sollen die Aargauer Kantonsangestellten 2017 keine Lohnerhöhung erhalten. Diese «Nullrunde» kritisiert der VPOD scharf. In der Privatwirtschaft hingegen seien die Löhne am steigen. Bei den Lehrpersonen seien die Löhne gar am sinken. Besser wäre eine deutliche Steuererhöhung – grösser als das eine Prozent, das zur Diskussion steht.

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