Schöngrün: Kanton Solothurn verkauft an die Axa Winterthur

Der Kanton Solothurn verkauft das Areal der ehemaligen Strafanstalt Schöngrün an den Versicherer Axa Winterthur. Über den Verkaufspreis des 44'000 Quadratmeter grossen Grundstücks wurde Stillschweigen vereinbart. Es dürfte sich aber um einen zweistelligen Millionenbetrag handeln.

26 Bewerbungsdossiers waren beim Kanton Solothurn für das Schöngrün-Areal auf Gemeindegebiet von Biberist eingegangen. Pensionskassen, Immobilienfirmen und Generalunternehmen aus der ganzen Schweiz hatten Offerten eingereicht.

Mindestens 22 Millionen Franken mussten die Interessenten bieten, damit der Kanton eine Offerte überhaupt näher anschaute. Wieviel die Axa Winterthur geboten hat, bleibt geheim.

Fixfertiges Projekt

Der Kanton Solothurn kann das rund sechs Fussballfelder grosse Grundstück verkaufen, weil er die darauf stehende Strafanstalt nicht mehr benötigt. Nachdem er in Deitingen ein neues Gefängnis gebaut hat, wurden die Häftlinge vom Schöngrün dorthin verlegt.

Für das Areal bestehe bereits ein genehmigter Gestaltungsplan, teilte die Staatskanzlei Solothurn am Dienstag weiter mit. Damit ist die Axa an viele Vorgaben gebunden, was sie auf dem Areal bauen kann. Sie übernimmt quasi ein fixfertiges Projekt.

Untersuchungsgefängnis bleibt

Entstehen werden drei- bis fünfgeschossige Gebäude mit rund 130 Wohnungen. Die Überbauung wird im Minergie-Standard erstellt und an das Fernwärmenetz der Regio Energie angeschlossen. Selber bestimmen kann die Axa Winterthur, wie gross die einzelnen Wohnungen werden sollen, und ob es Eigentums- oder Mietwohnungen gibt.

Das ehemalige Verwaltungsgebäude der Strafanstalt, der Gutshof und das Stöckli bleiben erhalten und werden umgenutzt. Auch das nördlich der Strafanstalt gelegene Untersuchungsgefängnis bleibt.