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Die Schulen werden immer digitaler.
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 01.05.2020.
abspielen. Laufzeit 02:06 Minuten.
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Schule nach Corona Skype und Co. werden bleiben

Der Kanton Solothurn hat sich die Digitalisierung der Schule schon länger auf die Fahne geschrieben. Mit der Corona-Krise erhält sie jetzt aber einen tüchtigen Schub.

Dies zeigt ein aktuelles Beispiel aus der ländlichen Region Thal. In Mümliswil-Ramiswil hat der Gemeinderat kürzlich einstimmig beschlossen, sofort iPads für alle Dritt- bis Fünftklässler anzuschaffen. Die über 90 Geräte wurden vergangene Woche geliefert.

Elektronische Wandtafeln und einige Laptops für die Schüler hatte Mümliswil-Ramiswil bereits. Die zusätzlichen iPads wollte die Gemeinde eigentlich erst nächstes Jahr anschaffen. Nun habe man aber nicht länger warten wollen, sagt Gemeindepräsident Kurt Bloch: «Es sind alle in einem Schub drin, Lehrkräfte, Kinder. Wir wollen das ausnützen und vorwärtsmachen. Ja, wir geben Vollgas».

Knabe sitzt vor Tablet
Legende: Was beim Fernunterricht geklappt hat, soll vermehrt auch in den Schulalltag einfliessen. Keystone

Während des Fernunterrichts haben viele Lehrer und Schüler im Kanton Solothurn plötzlich entdeckt, was technisch alles möglich ist. Der Digitalisierungsschub freut den Präsidenten des kantonalen Lehrerinnen- und Lehrerverbands. Mathias Stricker fordert die Gemeinden auf, hier weiter zu investieren. Es zeige sich, dass diejenigen Gemeinden, die in den letzten Jahren in die digitale Infrastruktur investiert haben, nun während des Fernunterrichts davon profitierten.

Der Schulunterricht werde nach Corona nicht mehr derselbe sein, wie vorher, meint auch Adrian van der Floe, Präsident des Solothurner Schulleiterverbands. Es werde zwar weiterhin Wandtafeln und Bleistifte geben, aber die digitalen Medien werden vermehrt in den Unterricht einfliessen.

«Wir mussten in sehr kurzer Zeit einen riesigen Sprung machen und es ist sicher sinnvoll, wenn wir da jetzt weiterarbeiten», sagt van der Floe. Damit verschwinden Skype, WhatsApp, OneDrive, etc. nicht einfach wieder aus dem Schulalltag, wenn die Kinder am 11. Mai in die Schulhäuser zurückkehren.

Schülerin und Schüler sitzen vor Laptops
Legende: Keine Fremdkörper mehr: Laptops und Tablets im Klassenzimmer. Keystone

Lange vor der Corona-Krise hat sich die Solothurner Regierung folgendes Ziel gesetzt: «Alle Schüler und Schülerinnen von der dritten Primarschulklasse bis Ende der Sekundarstufe I sind mit einem eigenen mobilen Computer ausgerüstet und nutzen diesen als persönliches Schulmaterial», heisst es in den Legislaturzielen. Erreichen will die Regierung dieses Ziel 2021. Vielleicht könnte sie es jetzt tatsächlich schaffen.

Regionaljournal Aargau Solothurn, 6:32 Uhr;

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3 Kommentare

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  • Kommentar von wolf gir  (lefti)
    und die Gemeinde manipuliert dann welche IT-System genutzt werden und wo die Kinder geprägt werden Apple oder nicht apple

    geht gar nicht
  • Kommentar von Yvonne Abt  (YvonnedieDreizehnte)
    Haben Sie Probleme damit wenn der Schulunterricht nicht mehr wie vor 50 Jahren abläuft?
  • Kommentar von Monika Mitulla  (momi)
    Toll - dann werden die Schüler heute schon vorbereitet auf die Vorgaben der Wirtschaft. Die braucht Befehlsempfänger, die ihren Geist ganz in den Dienst der höheren Gewalt stellen. Besser wäre es, das Denken und die Entwicklung eigener Gedanken und Ideen zu fördern. Das humanitäre Menschenbild verkommt und wandelt sich hin zu einem Finanzdienstleiter.