Schwarze Liste in Kantonen Aargau und Solothurn nicht umstritten

Der Kanton Schaffhausen will die schwarze Liste für säumige Prämien-Zahler bei Krankenkassen wieder abschaffen, sie sei zu teuer und bringe zu wenig. In den Kantonen Aargau und Solothurn ist ein solcher Schritt derzeit kein Thema. Man will an der Liste festhalten.

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Bildlegende: Wer auf der Schwarzen Liste steht wird nur noch im Notfall behandelt. Keystone

Einer der Befürworter einer schwarzen Liste im Kanton Aargau ist SVP-Grossrat Clemens Hochreuter. Er hat für die Einführung der Liste gekämpft – und will auch jetzt an ihr festhalten: «Es ist noch zu früh für eine Bilanz», sagt er.

Man habe die schwarze Liste eingeführt, weil es unter anderem aus den Kantonen Luzern und Thurgau positive Erfahrungen gegeben habe. Hochreuter setzt auf die abschreckende Wirkung, welche eine solche Liste habe.

«  Niemand will auf die schwarze Liste. »

Peter Brügger
Kantonsrat FDP

Im Kanton Solothurn existiert eine schwarze Liste seit 2013. Gemäss Kantonsrat Peter Brügger (FDP) ist eine Abschaffung der Liste kein Thema im Kanton Solothurn.

Für Peter Brügger hat die Liste zweierlei Nutzen: Einen direkten Nutzen, nämlich eine bessere Zahlungsmoral bei Krankenkassenprämien. Dazu komme ein indirekter Nutzen, eine psychologische Wirkung der Liste: «Niemand will auf die schwarze Liste», sagt Brügger.

Wer auf der schwarzen Liste ist, wird von Ärzten und im Spital nur noch im Notfall behandelt.