Schweizer Firmen sollen mehr ausländischen Zucker nutzen

Die Zuckerrüben-Ernte fällt in diesem Jahr bescheiden aus. Auch in den Kantonen Aargau und Solothurn verzeichnen die Bauern deutliche Einbussen. Die Zuckermühle Rupperswil macht ihre Kunden deshalb speziell auf den ausländischen Zucker aufmerksam.

Es ist kein normales Jahr. Das hat auch Max Schärer, Geschäftsführer der Zuckermühle Rupperswil, festgestellt. Alle zehn Jahre fällt die Zuckerrüben-Ernte schlecht aus. In diesem Jahr dürfte es wieder soweit sein, sagte Schärer gegenüber dem Regionaljournal Aargau Solothurn von Radio SRF. Die Zuckermühle importiere deshalb mehr Zucker aus dem Ausland – vor allem aus Deutschland und Frankreich. Dort sei die Ernte besser.

Berg von Zuckerrüben. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Zuckermühle Rupperswil verwendet mehr Zucker aus dem Ausland. bobby metzger / pixelio.de

Die Zuckermühle geht nun aktiv auf ihre Kunden zu und bietet den Zucker aus dem Ausland an. Es gebe Firmen, welche sowohl Schweizer als auch ausländischen Zucker verwenden könnten, so Schärer. Den Bedarf der Firmen, welche nur inländischen Zucker verwenden, könne man auch decken. Ein Engpass dürfte es deshalb nicht geben.

Keine Panik bei regionalen Firmen

In der Region sind es zum Beispiel Chocolat Frey in Buchs und Rivella in Rotrist, die nur mit Schweizer Zucker arbeiten. Trotz der schlechten Ernte in diesem Jahr, sind beide Firmen zuversichtlich. Man habe langfristige Verträge, welche genügend Schweizer Zucker garantieren, heisst es von Seiten von Rivella und Chocolat Frey.

Auch der Chef der Mohrenkopf-Fabrik Dubler in Waltenschwil, Robert Dubler, ist zuversichtlich, dass es genügend Zucker hat. Dies zumindest solange, wie es keine Hamsterkäufe gibt. Genau dies sei Anfang der 70er Jahre passiert. Damals stieg der Preis um das Fünffache. Viele Personen hätten damals Zucker gekauft, obwohl sie ihn gar nicht benötigten, so Dubler. Solange dies jetzt nicht geschieht, habe es genügend Zucker und der Preis steige auch nicht.