Seilziehen um Standplatz für Fahrende in Deitingen

Der vom Kanton Solothurn geplante Standplatz für Fahrende in Flumenthal SO stösst bei der «Radgenossenschaft der Landstrasse» auf Ablehnung. Der Platz mit vier Standplätzen erfülle die minimalen Anforderungen nicht.

Wohnmobil mit Schuhen vor der Türe. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Planungsarbeiten für den Standplatz dauerten fünf Jahre. Keystone

Das Projekt müsse «unter Bedauern für die geleistete Arbeit» zurückgewiesen werden, teilte die Interessengemeinschaft des Fahrenden Volkes in der Schweiz am Montag mit. Der Kanton Solothurn will auf dem Gemeindegebiet von Flumenthal einen Standplatz errichten. Der Platz liegt abseits des Siedlungsgebietes.

In der Nähe des Standplatzes befindet sich die neue Justizvollzugsanstalt (JVA) des Kantons. Im Gebiet Schachen der Gemeinden Flumenthal und Deitingen plant der Kanton Solothurn zudem den Bau einer neuen Unterkunft für rund 80 Asylbewerber.

Der Kanton müsse seiner Pflicht nachkommen, Standplätze zu schaffen, die minimale Standards hinsichtlich eines menschenwürdigen Lebens erfüllten, hält die Radgenossenschaft der Landstrasse fest. Es solle als Standplatz das ursprünglich einmal zur Diskussion gestellte Areal bei der Gemeinde Flumenthal in Betracht gezogen werden.