Solothurn fördert Grosse Mausohren und kleine Hufeisennasen

Dem Solothurner Regierungsrat liegen die Fledermäuse nach wie vor am Herzen. Deshalb leistet er sich weiterhin einen kantonalen Fledermausschutz-Beauftragten. Er hat die Finanzierung für vier weitere Jahre verlängert.

Fledermaus von einer Menschenhand gehalten Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Alle einheimischen Fledermausarten sind geschützt. Auch diese Fransenfledermaus beim Abflug. zvg / Elias Bader

Der Kanton Solothurn beteiligt sich seit 1988 am nationalen Fledermausschutz-Projekt. Er unterstützte beispielsweise ein Inventar an Fledermausarten, die Gebäude bewohnen, und finanzierte einen kantonalen Fledermausschutz-Beauftragten.

Was hat das gebracht? Die Solothurner Regierung listet in einer Mitteilung Folgendes auf:

  • Bei Gebäuderenovationen konnten wichtige Fledermauskolonien im Kanton dank gezieltem Schutz erhalten werden.
  • Es konnten neue Quartiere für Fledermäuse geschaffen werden, etwa an Brücken über Kantonsstrassen oder Flussläufen (zum Beispiel der neuen Wylihofbrücke über die Aare bei Luterbach).
  • Auch in Trafostationen wurden neue Quartiere geschaffen, zum Beispiel in Mümliswil und Lauperstorf.
  • Der Schutzbeauftragte hat die Solothurner Bevölkerung beraten und für den Fledermausschutz sensibilisiert.

27'000 Franken bis 2019

Der Solothurner Regierungsrat will sich auch weiterhin für die Fledermäuse einsetzen. Deshalb hat er jetzt die finanzielle Unterstützung des kantonalen Fledermausschutz-Beauftragten bis 2019 verlängert.

Zum Schutz der Fledermaus

30 min, aus Tierische Freunde vom 31.8.2014

Die Bemühungen des Kantons werden massgebend vom Bund mitfinanziert. Der Anteil des Kantons für die nächsten vier Jahre beträgt 27'000 Franken.

Speziell fördern will der Kanton in den nächsten vier Jahren das Grosse Mausohr und die Kleine Hufeisennase. Er will Vereinbarungen treffen mit Eigentümern von Gebäuden mit wichtigen Fledermauskolonien. Das Ziel: Die Kolonien langfristig erhalten.