Solothurn: Hans-Roth-Waffenlauf zum 100-Jahr-Jubiläum

Den Waffenlauf von Wiedlisbach in die Stadt Solothurn gibt es seit einigen Jahren nicht mehr. Zum 100-Jahr-Jubiläum des Waffenlaufs in der Schweiz wird das Rennen aber einmalig wiederbelebt. Die Originalstrecke führt 30 Kilometer über Stock und Stein. 700 Teilnehmer nehmen die Strapazen auf sich.

Waffenlauf, eine Schweizer Sportart mit langer Tradition, verschwand in den letzten Jahren immer mehr. Viele Läufe fanden nicht mehr statt, weil das Interesse und die Teilnehmerzahlen schwanden.

Zum 100-Jahr-Jubiläum des Waffenlaufs in der Schweiz wird nun einem dieser verschwundenen Läufe neues Leben eingehaucht. Der Hans-Roth-Waffenlauf vom bernischen Wiedlisbach nach Solothurn und zurück findet wieder statt.

2008 wurde der Lauf zum letzten Mal durchgeführt. Die Ausgabe vom 24. April soll nun auch eine einmalige Angelegenheit bleiben, erklärt Urs Vogel vom Organisationskomitee.

Grosser Teilnehmeraufmarsch

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Hans Roth von Rumisberg

Der Lauf von Wiedlisbach nach Solothurn trägt den Namen von Hans Roth, der Sage nach ein Bauer aus dem bernischen Rumisberg. Am 10. November 1382 belauschte er in Wiedlisbach, wie die Kyburger einen Überfall auf die Stadt Solothurn planten. Hans Roth begab sich nach Solothurn, wo er vor den Angriffsplänen warnte.

Weil der Hans-Roth-Waffenlauf – von den Läufern auch «Wiedlisbacher» genannt – nur einmalig wieder stattfindet, ist das Interesse laut den Veranstaltern gross. 700 Teilnehmer gehen an den Start. Sie begeben sich auf die Originlastrecke des Laufs: Insgesamt 30,5 Kilometer von Wiedlisbach nach Solothurn und wieder zurück, die steilen Hänge des Juras hinauf und wieder hinunter.

Der Wiedlisbacher sei ein strenger Lauf, so Urs Vogel, der die Strecke auch absolvieren will. Nur der Waffenlauf in Frauenfeld mit seinen 42 Kilometern sei vergleichbar.

Nach Jahren mit abnehmenden Teilnehmerzahlen und Rennen finden dieses Jahr wieder zehn Waffenläufe statt – fast so viele wie zu den besten Zeiten des Sports, freut sich Urs Vogel. Meistens sei es aber so, dass diese im Rahmen anderer Laufveranstaltungen stattfänden.