Wahlen vom 21. Mai Solothurn: So haben die Gemeinden gewählt

In Kriegstetten geht die Anti-SVP-Strategie auf. Gerlafingen und Biberist erhalten neue Gemeindepräsidenten. Und in Niedergösgen gibt es eine Ohrfeige für den amtierenden Gemeindepräsidenten. Hier finden Sie die wichtigsten Resultate von A(edermannsdorf) bis Z(uchwil):

Aedermannsdorf

Bruno Born wird als Gemeindepräsident klar bestätigt. Für den Gemeinderat fand am Sonntag keine Urnen-Wahl statt. Wie in vielen anderen Solothurner Gemeinden wurde der Gemeinderat nur still gewählt, weil es nicht mehr Kandidaten als Sitze gab.

Balsthal

Die Liste «Kritisch-konstruktive Bauschtler kkB» schafft den Einzug in den Gemeinderat. Clemens Hellstern holt für die kkB jenen Sitz, der bislang von einem Parteilosen gehalten wurde. Ansonsten können die Parteien ihre Sitze halten: 1 SP, 3 FDP, 2 SVP, 2 CVP.

Bettlach

Die 11 Sitze im Gemeinderat verteilen sich neu wie folgt: 5 FDP (+1), 2 CVP (-1), 2 SP (-), 2 SVP (-).

Biberist

Gemeindeschreiber Stefan Hug-Portmann (SP) wird neuer Gemeindepräsident. Er holt 1211 Stimmen. Mit 1030 Stimmen verpasst Markus Dick (SVP) das absolute Mehr knapp. Im Gemeinderat gewinnt die SVP einen Sitz auf Kosten der FDP hinzu: 4 SP (-), 2 FDP (-1), 3 SVP (+1), 2 CVP (-).

Breitenbach

Der Gemeinderat setzt sich neu wie folgt zusammen: 4 FDP , 0 SP, 2 CVP, 1 SVP. Neben 5 Bisherigen (Dieter Künzli, Christian Thalmann, Ralph Borer, David Häner und Helene Sollberger) werden die beiden Neuen Willi Spaar (CVP) und Marcel Schenker (SVP) gewählt.

Däniken

SP/Grüne kehren in den Gemeinderat zurück. Und auch die SVP legt zu. Dafür muss die FDP einen Sitz abgeben: 3 FDP (-1), 1 CVP (-), 2 SVP (+1), 1 SP/Grüne (+1). Die Gruppierung «Pro Däniken» ist nach 20 Jahren im Gemeinderat nicht mehr zur Wahl angetreten.

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Bildlegende: Im Kanton Solothurn gibt es 109 Gemeinden. Im Bild: Balsthal. SRF

Deitingen

Den Sitz der SP, die nicht mehr angetreten ist, schnappt sich die CVP. Der Gemeinderat setzt sich neu so zusammen: 4 CVP (+1), 2 FDP (-), 1 SVP (-), 0 SP (-1).

Derendingen

Es bleibt bei 5 FDP, 2 CVP und 4 SP/Grüne im Gemeinderat. Mit Abstand das beste Resultat erzielt Gemeindepräsident Kuno Tschumi (FDP).

Dornach

In der grössten Gemeinde des Schwarzbubenlands bleibt die parteipolitische Zusammensetzung im Gemeinderat unverändert: 4 Freie Wähler, 2 FDP, 1 SP, 1 CVP, 1 SVP.

Dulliken

Die CVP verliert einen Sitz an die SVP. Neue Zusammensetzung des Gemeinderats: 2 SP, 1 CVP, 2 FDP, 2 SVP.

Egerkingen

Die wieder auferstandene SVP holt im Gemeinderat 1 Sitz auf Kosten der CVP: 4 FDP (-), 2 CVP (-1), 1 SVP (+1).

Erlinsbach

Der SP ist die Rückkehr in den Gemeinderat gelungen. Die SP holt auf Anhieb 2 Sitze. Die Verlierer sind CVP (-1, neu 1) und FDP (-1, neu 1). Die SVP behält ihren Sitz.

Feldbrunnen

Nach der Abspaltung von der FDP holt die «Freie Liberale Liste» mit Thomas Schluep 1 Sitz. Die Abspaltung hat allerdings der FDP nicht geschadet, sie behält ihre 4 Sitze.

Verliererin ist die SP, die nicht mehr im Gemeinderat vertreten ist. Die neue Zusammensetzung des Gemeinderats: 4 FDP, 1 SVP, 1 CVP, 0 SP (-1), 1 Freie Liberale Liste (+1).

Gänsbrunnen

Der Gemeinderat setzt sich neu aus 4 Überparteiliche Liste und 1 Freie Liste zusammen. Der neue Gemeindepräsident, Stephan Joray, ist bereits vorgängig in stiller Wahl gewählt worden. Zu seinen Gunsten muss deshalb der nun gewählte Roman Allemann (Überparteilich) auf seinen Gemeinderatssitz verzichten.

Gerlafingen

Das Amt des Gemeindepräsidenten bleibt in der Hand der SP. Philipp Heri ist mit 609 Stimmen gewählt. Thomas Wenger (SVP) verpasst die Wahl mit 353 Stimmen klar. Im Gemeinderat gewinnt die SP einen Sitz auf Kosten der FDP hinzu: 5 SP (+1), 3 SVP (-), 2 FDP (-1), 1 CVP (-).

Grenchen

Im 15-köpfigen Gemeinderat verliert die SP 1 Sitz, die SVP gewinnt 1 Sitz hinzu. Bei der SP muss Anwältin Clivia Wullimann ihren Sitz räumen. Bei der SVP neu gewählt wird Landwirt Fabian Affolter.

GLP-Gemeinderätin Nicole Hirt kann ihren Sitz verteidigen, obwohl sie diesmal ohne Listenverbindung antreten musste: 4 SP (-1), 4 FDP (-), 1 GLP (-), 4 SVP (+1), 2 CVP (-). Weitere Einzelheiten zur Wahl in Grenchen finden Sie in einem separaten Artikel.

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Bildlegende: Grenchen ist die westlichste Gemeinde des Kantons Solothurn und mit 17‘089 Einwohnern grösser als die Hauptstadt. SRF

Gretzenbach

Der Gemeinderat bleibt zusammengesetzt wie bisher: 2 FDP, 1 SVP, 1 CVP, 1 SP, 2 FOKUS Gretzenbach (bisher: Freie Liste).

Hägendorf

Der Gemeinderat setzt sich in den folgenden vier Jahren so zusammen: 1 SVP, 2 CVP, 2 SP, 2 FDP. Am 2. Juli wird der neue Gemeindepräsident gewählt (als Nachfolger von Albert Studer, SVP). Von den beiden bisher bekannten möglichen Kandidaten erzielte Fabian Lauper (CVP, 881 Stimmen) das bessere Resultat als Andreas Heller (SP, 754 Stimmen).

Härkingen

Es ändert sich nichts an der politischen Zusammensetzung im Gemeinderat: 2 CVP, 1 FDP, 3 Freie Liste, 1 SVP.

Holderbank

CVP und FDP sind in der Vereinigung «Pro Holderbank» aufgegangen. Diese Liste holt nun 4 Sitze. Der fünfte Sitz geht an die Parteilosen. Die Freie Liste (Sandra Lia Infanger) schafft den Sprung in den Gemeinderat nicht.

Horriwil

Die 5 Sitze im Gemeinderat verteilen sich wie folgt: 1 «Bergacker», 1 «Horriwil 2017+», 3 «AttrAKTIVES Horriwil». Einer der Gewählten wird seinen Sitz noch räumen müssen. Der amtierende Gemeindepräsident Martin Rüfenacht verzichtete nämlich auf die Wahl als Gemeinderat. Er will nur zur Gemeindepräsidenten-Wahl am 24. September antreten. Wird Rüfenacht wiedergewählt, muss jener Gemeinderat, der am wenigsten Stimmen erzielte, den Sitz frei machen.

Kestenholz

Die SVP ist neu im Gemeinderat vertreten: 4 CVP (-1), 2 FDP (-), 1 FL (Gemeindepräsident Arno Bürgi), 1 SP (-), 1 SVP (+1).

Kriegstetten

Der amtierende Gemeindepräsident Manfred Küng (SVP) wird als Gemeinderat abgewählt. Damit geht die Strategie der anderen Parteien (CVP, FDP, SP, CVK, IG Kriegstetten) auf. Mit der Liste «Gemeinsam für Kriegstetten» wollten sie der SVP schaden.

Die neue Zusammensetzung des Gemeinderats: 1 SVP (-1), 4 «Gemeinsam für Kriegstetten». Der Gemeindepräsident wird am 2. Juli gewählt. Ob Manfred Küng nach seiner Abwahl aus dem Gemeinderat nun auf die Wahl als Gemeindepräsident verzichtet, ist noch nicht bekannt.

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Bildlegende: In der Stadt Solothurn ist der 30-köpfige Gemeinderat die Exekutive. Legislative ist die Gemeindeversammlung. SRF

Langendorf

Die neu angetretene SVP schafft den Einzug in den Gemeinderat auf Kosten der CVP, die nicht mehr vertreten ist. Die neue Zusammensetzung: 4 SP (-), 4 FDP (-), 0 CVP (-1), 1 SVP (+1). Gemeindepräsident Hans-Peter Berger (SP) wird klar wiedergewählt. Er war der einzige Kandidat.

Laupersdorf

Die CVP gewinnt 1 Sitz auf Kosten der FDP. Neu ist der Gemeinderat wie folgt zusammengesetzt: 6 CVP, 1 FDP, 2 SVP.

Lüsslingen-Nennigkofen

Mit Roland (Ramon) Mullis schafft ein Vertreter der Kirschblütler-Gemeinschaft den Einzug in den Gemeinderat. Seine Liste heisst «Neue Freiheit». Der Elektriker wohnt seit 16 Jahren im Dorf und sieht sich nicht in erster Linie als Vertreter der Kirschblütler, sondern hat sich mehr Transparenz in der Dorfpolitik auf die Fahne geschrieben.

Die weiteren Sitze gehen an die FDP (4) und die SP (2). Vor vier Jahren (nach der Fusion von Lüsslingen und Nennigkofen) hatten sich FDP und SP auf eine gemeinsame Liste und damit auf stille Wahlen geeinigt.

Meltingen

Die Gemeinde steht unter Zwangsverwaltung, weil im Frühling alle Gemeinderäte ausser dem Präsidenten zurückgetreten sind. Nun wurden folgende Personen in den neuen Gemeinderat gewählt: 1 Unabhängige (Gérard Zufferey, Gemeindepräsident), 0 SVP, 3 FDP (Peter Jeger, Michel Hänggi, Matthias Hänggi), 2 CVP (Pius Spaar, Friedrich Wüthrich).

Da der Gemeinderat nun wieder komplett ist, dürfte die Zwangsverwaltung auf Ende der aktuellen Legislatur Ende Juni zu Ende gehen und Meltingen das Ruder wieder selber in die Hand nehmen können.

Mümliswil-Ramiswil

Es gibt keine Verschiebungen im Gemeinderat: 5 CVP, 2 FDP, 2 SVP

Niedergösgen

Gemeindepräsident Kurt Henzmann (CVP) verpasst die Wiederwahl. Von 746 Stimmenden haben 386 einen leeren Wahlzettel eingelegt. Möglicherweise passe den Niedergösgern die CVP-Dominanz nicht, vermutet Henzmann auf Anfrage. Weil zu den Gemeinderatswahlen keine anderen Parteien angetreten waren, wurden jüngst ausschliesslich CVP-Gemeinderäte in stiller Wahl eingesetzt.

Bis am Dienstag um 17 Uhr muss Henzmann erklären, ob er zum 2. Wahlgang antritt oder nicht. Einen anderen Kandidaten portieren könnte nur seine eigene Partei, die CVP.

Oberdorf

Nach stillen Wahlen vor vier Jahren gab es heuer wieder richtige Wahlen. Das «Forum Oberdorf», das mit 5 Kandidaten für Auswahl sorgte, kann einen Sitz auf Kosten der FDP dazugewinnen: 3 Forum (+1), 2 FDP (-1), 2 CVP (-).

Obergösgen

Die SVP schafft es im ersten Anlauf in den Gemeinderat und holt einen Sitz auf Kosten der SP. Die neue Zusammensetzung: 2 SP (-1), 1 CVP (-), 3 FDP (-), 1 SVP (+1).

Recherswil

Die SVP trat nicht mehr zur Wahl an. Ihr Sitz geht an die FDP. Die neue Verteilung im Gemeinderat: 3 SP (-), 3 FDP (+1), 1 CVP (-).

Rüttenen

Die Grünen sind neu mit 3 Mitgliedern (Veronika Fluri, Fabien Chauffat und neu Simon Knellwolf) im 9-köpfigen Gemeinderat vertreten. Damit haben die Linken (SP/Grüne) nun die Mehrheit im Rüttener Gemeinderat: 3 FDP (-), 3 Grüne (+1), 2 SP (-), 1 SVP (-), 0 CVP (-1).

Schönenwerd

Peter Hodel (FDP) wird als Gemeindepräsident bestätigt. Im Gemeinderat verändert sich nichts: 3 FDP, 2 CVP, 2 SVP.

Seewen

Der Gemeinderat ist neu wie folgt zusammengesetzt: 3 FDP, 1 CVP (-1), 1 SP (+1). Matthias Klausener war vor vier Jahren auf der FDP-Liste angetreten, sass dann als GLP-Vertreter im Gemeinderat und trat nun auf der CVP-Liste an. Er wurde nicht mehr gewählt.

Selzach

Die FDP schnappt sich den Sitz der SVP, die keine Kandidaten gefunden hat und deshalb nicht mehr zur Wahl angetreten ist. Der neue Gemeinderat setzt sich wie folgt zusammen: 5 FDP (+1), 4 CVP (-), 2 SP (-).

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Bildlegende: Zuchwil ist mit knapp 9000 Einwohnern nach den Städten Olten, Grenchen und Solothurn die grösste Gemeinde im Kanton. SRF

Solothurn

Obwohl die FDP im 30-köpfigen Gemeinderat die wählerstärkste Partei bleibt, verliert sie einen Sitz an die SP. Diese gewinnt das Restmandat dank der Listenverbindung mit den Grünen.

Neu ergibt sich folgende Sitzverteilung: 9 SP (+1), 8 FDP (-1), 5 Grüne (-), 5 CVP (-), 2 SVP (-), 1 GLP (-). Damit kommen der Bürgerblock auf 15 und die Linken auf 14 Sitze, die GLP bleibt das Zünglein an der Waage.

Das beste Einzelresultat erzielt Stadtpräsident Kurt Fluri (FDP) mit 2'816 Stimmen vor Franziska Roth (SP) mit 2'407 Stimmen. Franziska Roth will bei der Stadtpräsidenten-Wahl am 2. Juli Kurt Fluri aus dem Amt drängen. Einzelheiten zur Wahl in Solothurn finden Sie in einem separaten Artikel.

Starrkirch-Wil

Die FDP verdrängt die CVP aus dem Gemeinderat. Die neue Zusammensetzung: 4 FDP (+1), 3 SP (-), 0 CVP (-1).

Trimbach

Es bleibt im Gemeinderat bei 2 SP, 1 SVP, 1 CVP, 1 FDP. Der parteilose Reto Vogt wollte mit seiner Ein-Mann-Liste das Spiel der vier Parteien etwas aufmischen, er wurde aber nicht gewählt.

Walterswil

Die IG Walterswil verliert 1 Sitz (neu 2 Sitze) an die Liste FDP/CVP (neu 3 Sitze).

Welschenrohr

Der Gemeinderat setzt sich neu zusammen aus 4 FDP (-1), 3 CVP (+1), 2 SVP (+1). René Enz, der einzige Vertreter der FWW, wird abgewählt.

Zuchwil

Der Gemeinderat wurde von 23 auf 11 Sitze verkleinert. Diese verteilen sich nun wie folgt: 3 FDP, 2 SVP, 4 SP, 1 Grüne, 1 CVP. Das entspricht etwa den bisherigen Verhältnissen. Die SP bleibt stärkste Kraft. Die CVP wollte 2 Sitze holen und hat ihr Ziel damit verpasst. Die FDP konnte mit 3 Sitzen (bisher 5) zulegen. Gemeindepräsident Stefan Hug (SP) ist klar wiedergewählt worden.