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Legende: Audio Was macht eigentlich eine Regieassistentin, Giorgia de Coppi? abspielen. Laufzeit 08:01 Minuten.
08:01 min, aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 28.01.2019.
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Solothurner Filmtage «Ich habe einen Schoggi-Job»

Als Regieassistentin steht Giorgia de Coppi nie im Rampenlicht. Genau das gefällt ihr. Jetzt wird die Aargauerin geehrt.

Als Regieassistentin kommt Giorgia de Coppi immer erst dann ins Spiel, wenn klar ist, dass ein Film realisiert werden kann. «Ich komme in der Party-Phase dazu», sagte sie am Montag an einem Film-Brunch der Solothurner Filmtage, «ich habe also einen Schoggi-Job».

Ein Schoggi-Job ist für Giorgia de Coppi die Regieassistenz auch deshalb, weil sie Menschen liebt und mit ganz unterschiedlichen Typen zusammenarbeiten darf. Sie ist es, die auf dem Filmset die Fäden zusammenhält. Oft ist sie die gute Seele. «Ich bin aber auch die, die ständig auf die Uhr schaut», erklärt sie ihre Aufgabe als Organisatorin.

De Coppi-Filme in Solothurn

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De Coppi-Filme in Solothurn

An den Solothurner Filmtagen werden gleich vier Filme gezeigt, an denen Giorgia de Coppi mitgearbeitet hat:

  • «Der Unschuldige», Spielfilm von Simon Jaquemet
  • «Cronofobia», Debütfilm von Francesco Rizzi
  • «Un nemico che ti vuole bene», Komödie von Denis Rabaglia
  • «Eldorado», Dokumentarfilm von Markus Imhoof

Die Filmtage dauern noch bis Donnerstagabend.

An den Solothurner Filmtagen erhält Giorgia de Coppi nun den «Prix d'honneur». Der Preis zeichnet Persönlichkeiten aus, die sich abseits des Rampenlichts um den Schweizer Film verdient machen.

SRF News: Giorgia de Coppi, seit bald 20 Jahren halten Sie Regisseurinnen und Regisseuren den Rücken frei. Sie stehen immer im Schatten, für einmal werden Sie jetzt aber ins Rampenlicht gezerrt und geehrt. Wie ist das?

Giorgia de Coppi: Wenn man ausgezeichnet wird, ist das einfach eine riesige Freude, und die muss man annehmen, auch wenn man nicht so gewohnt ist, im Rampenlicht zu stehen. Es ist wirklich eine riesige Ehre.

Sie wohnen schon lange mit Ihrem Mann und zwei Kindern in Rom. Aufgewachsen sind Sie aber in Baden. Wie entdeckt man mit Jahrgang 1963 im Aargau die Leidenschaft für den Film?

Die kleine Stadt Baden hatte eine grosse Kino-Kultur. Als Jugendliche war ich oft im Kino. Früh trat ich auch in einen Filmkreis ein, der nicht-kommerzielle Filme zeigte. Baden hatte damals überhaupt ein sehr reges kulturelles Leben mit tollen Jazz-Musikern und einem spannenden Theater. Auch in dieser kleinen Schweizer Provinzstadt konnte man an der grossen Kultur schnuppern.

Dann waren Sie in jeder freien Minute im Kino Royal?

Und im Kino Orient. Die ersten Filme von Peter Greenaway und Aki Kaurismäki waren ein tolles Erlebnis, an das ich gerne zurückdenke. Diese Leidenschaft fürs Kino zu teilen, gefällt mir noch heute. Mit anderen Menschen über Filme zu streiten, begeistert mich nach wie vor.

Das Gespräch führte Marco Jaggi.

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