Solothurner Heimatschutzpreis an «Hugi» Dulliken

Von der Schuhfabrik zum trendigen Wohngebäude: Die «Hugi» hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Markus Ehrat hat das Geäude umgebaut in Abstimmung mit der Denkmalpflege. Der Solothurner Heimatschutz honoriert das gelungene Bauwerk mit seinem jährlichen Preis.

Stube in der Hugi Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Visualisierung einer Loft-Wohnung in der neuen «Hugi». zvg

Markus Ehrat freut sich über den Preis. «Ich bin wirklich überrascht, dass ich ihn bekomme. Damit wird estimiert, dass wir etwas Gutes gemacht haben.»

Als Ehrat die alte Schuhfabrik vor einigen Jahren kaufte, stand sie noch nicht unter Denkmalschutz. Dem Besitzer war aber bekannt, dass Bestrebungen in dieser Richtung in Gang waren.

Markus Ehrat stemmte sich nicht gegen den Denkmalschutz, sondern entwickelte in Abstimmung mit der Behörde ein Projekt für Loftwohnungen. Die Fassade musste erhalten bleiben, bei der Raumaufteilung kam ihm die Denkmalpflege aber entgegen.

Zeitgemässer Umbau

Im Frühling 2013 waren die meisten Arbeiten beendet. Die Schuhfabrik ist nun umgebaut, die Gewerbehalle steht und die Umgebung macht etwas her. Grund genüg für den Solothurner Heimatschutz, seinen jährlichen Preis an Markus Ehrat zu vergeben.

Er erhalte den Preis für den Umbau mit «zeitgemässen und ansprechenden Loft-Wohnungen verschiedener Grössen», schreibt der Solothurner Heimatschutz.

Der Preis besteht nicht aus Geld. Markus Ehrat erhält eine Installation der Oltner Künstlerin Andrea Nottaris. Ihr Werk hat einen engen Bezug zur Schuhfabrik. In vier Schachteln, die an Schuhschachteln erinnern, hat sie Schwarzweiss-Fotos platziert.

Es sind Aufnahmen von Hugi-Arbeiterinnen, die sich gegenseitig fotografiert haben. Der Heimatschutz des Kantons Solothurns versteht das Werk als Kunst am Bau und hofft, dass es einen guten Platz findet in der «Hugi», vielleicht in einem Treppenhaus.