Solothurner Heime beschäftigen sich mit neuen Wohnformen

Senioren wollen künftig so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden wohnen und trotzdem medizinische Dienstleistungen in der Nähe haben. Die Gemeinschaft Solothurnischer Alters- und Pflegeheime sucht nun Ansätze, wie dies möglich gemacht werden kann.

Neue Wohnformen für Senioren sollen einerseits Unabhängigkeit und andererseits Betreuung bieten können. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Neue Wohnformen für Senioren sollen einerseits Unabhängigkeit und andererseits Betreuung bieten können. Keystone

Die Zeiten, in denen Senioren ihren Lebensabend fast schon abgeschottet in einem Zimmer eines Altersheims verbringen, sollen bald der Vergangenheit angehören. In Zukunft wohnen ältere Menschen zusammen in einer Wohngemeinschaft oder in einer Alterswohnung, und haben die nötigen medizinischen Dienstleistungen gleich um die Ecke oder sogar im eigenen Haus.

Neues Ressort zum Thema «Neue Wohnformen»

Die Gemeinschaft Solothurnischer Alters- und Pflegeheime (GSA) ist sich der Veränderung bewusst, und möchte darauf reagieren. Am Mittwochabend hat die Gemeinschaft, zu der über 50 Heime gehören, ein neues Ressort gegründet: Neue Wohnformen. Gleichzeitig wird sich mit Max Oser ein neues Vorstandsmitglied um dieses Thema kümmern.

«  Senioren möchten künftig so lange wie möglich selbständig bleiben, sind aber auf Hilfe von aussen oder Nothilfe angewiesen. »

Max Oser
Geschäftsführer des Betagtenheims Blumenfeld in Zuchwil

Max Oser ist derzeit Geschäftsführer des Betagtenheims Blumenfeld in Zuchwil und bestätigt ebenfalls den Wandel der Zeit: «Senioren möchten künftig so lange wie möglich selbstständig bleiben, sind aber auf Hilfe von aussen oder Nothilfe angewiesen», erklärt Oser gegenüber dem Regionaljournal Aargau Solothurn von Schweizer Radio SRF.

Im Betagtenheim Blumenfeld gebe es eine solche Einrichtung, so Oser: Dort leben Seniorinnen und Senioren in angegliederten Alterswohnungen. Sie können dort von Dienstleistungen wie dem Notruf profitieren, welcher 24 Stunden im Tag erreichbar ist.

Ein Knackpunkt bei der Umsetzung sind die Kosten. Je nach Fall kann es auch zu teuer sein die Dienstleistungen extern anzubieten, erklärt Max Oser. Er soll sich im Namen der Solothurner Heime nun der Thematik annehmen.