Solothurner Kantonsrat will Primarschüler nicht überfordern

Der Kantonsrat Solothurn hat die Regierung beauftragt, die kantonalen Stundentafeln der 1. bis 6. Klasse zu überprüfen. Die Stundenbelastung für der Schüler soll gleichmässiger verteilt werden.

Der Kantonsrat Solothurn hat die Regierung beauftragt, die kantonalen Stundentafeln der 1. bis 6. Klasse der Primarschule zu überprüfen. Das Parlament erklärte am Mittwoch einen entsprechenden Auftrag aus den Reihen der EVP mit 71 zu 18 Stimmen für erheblich.

Das Ziel ist, dass die Stundenbelastung für die Schüler zwischen der 2. und 3. Klasse nicht sprunghaft ansteigt. Die Einführung des Frühfranzösisch ab der dritten

Primarschüler arbeiten konzentriert an einer Aufgabe Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Das Frühfranzösisch sorgt dafür, dass Solothurner 3.Klässler viel mehr Stunden die Schulbank drücken als 2.Klässler. Keystone

Primarschulklasse ohne Stundenentlastung bei andern Fächern führte dazu, dass die Stundenbelastung von 23 Lektionen in der zweiten Klasse auf 29 Lektionen in der dritten Klasse anstieg.

Auch Regierung ist für Entlastung

Der Kantonsrat ist der Meinung, der geltende Stundenplan führe bei vielen Schülerinnen und Schülern zu einer Überforderung. Mit einem «fliessenderen Übergang» von einem Schuljahr zum nächsten sollten die Kinder langsamer an die höhere Belastung herangeführt werden.

Der Regierungsrat befürwortet ebenfalls eine Anpassung der Stundentafeln. Er muss nun eine Vorlage ausarbeiten.