Solothurner Kommission für integrative Schule

Die Bildungs- und Kulturkommission Bikuko des Solothurner Kantonsrates spricht sich für die Verlängerung des Versuchs mit der integrativen Schule aus. Gleichzeitig lehnt sie den radikalen Stopp des Versuchs, wie dies die SVP gefordert hatte, ab. Der Kompromissvorschlag ist taktisch.

Die integrative Schule soll im Kanton Solothurn vorläufig als Versuch fortgeführt werden, dies verlangt die Bikuko. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die integrative Schule soll im Kanton Solothurn vorläufig als Versuch fortgeführt werden, dies verlangt die Bikuko. Keystone

Am kommenden Mittwoch debattiert der Solothurner Kantonsrat über die Zukunft der integrativen Schule im Kanton Solothurn. Bisher lief dazu ein Schulversuch, einige Gemeinden haben das Modell testweise eingeführt. Aus den Erfahrungen wollte man dann entscheiden, ob die integrative Schule flächendeckend eingeführt werden soll.

Die Bildungs- und Kulturkommission Bikuko spricht sich nun für eine Verlängerung dieses Versuchs aus. Mit diesem Kompromissvorschlag lässt sie die Zukunft der integrativen Schule vorerst noch offen. Zwar könne man durchaus sagen, dass sich die Politik damit noch vor einem definitiven Entscheid drücke, sagt Bikuko-Präsident Urs von Lerber gegenüber dem Regionaljournal Aargau Solothurn von Radio SRF. Allerdings: «Die Verlängerung des Versuches erlaubt uns eine bessere Analyse der bisherigen Erfahrungen. So können wir auch die Argumente der Kritiker besser berücksichtigen.»

Am Mittwoch stehen im Kantonsrat nämlich zwei dringliche Anträge zur Debatte. Der eine verlangt, dass es den Gemeinden selber überlassen werden soll, welche Schulform sie wählen. Der andere Antrag stammt von der SVP und verlangt das ganze Experiment mit der integrativen Schule zu stoppen.