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Legende: Audio Solche ausgetrocknete Böden will das Solothurner Projekt verhindern, bei dem 222 Bauern mitmachen. abspielen. Laufzeit 03:31 Minuten.
03:31 min, aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 29.03.2019.
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Solothurner Landwirtschaft Mit fruchtbarem Humus für ein besseres Klima

  • Seit einem Jahr wird im Kanton Solothurn getestet, wie auf den Feldern der Bauern mehr Humus entstehen kann.
  • Humus ist nicht nur wichtig für die Fruchtbarkeit der Böden. Er bindet auch CO2 und trägt damit zu einem besseren Klima bei.
  • Der Kanton Solothurn zeigt sich mit dem ersten Projektjahr sehr zufrieden.

Entscheidend für die Fruchtbarkeit des Bodens ist der Humus. Und zu dieser Erdschicht sollen die Solothurner Bauern mehr Sorge tragen. Dafür hat der Kanton zusammen mit dem Bund im Herbst 2017 ein sechsjähriges Projekt lanciert, das die Bauern für den Humus sensibilisieren will.

Die Teilnahme ist für die Bauern freiwillig. Das Interesse ist aber gross, zeigt die Bilanz des Kantons nach dem ersten Projektjahr. Von 400 Bauern, die für das Projekt in Frage kommen, nahmen bereits 222 teil. Das seien viel mehr als erwartet, zeigt sich Felix Schibli, Chef des Amts für Landwirtschaft, erfreut.

Grüne Felder auch im Winter

Im Visier des Kantons sind vor allem diejenigen Betriebe, die keine Tiere haben. Ihnen fehlt der Tiermist, den sie auf die Äcker verteilen könnten. Da aus Mist Humus entsteht, fehlt damit auf diesen Feldern langfristig auch der wertvolle Humus. Das Projekt sieht vor, dass diese Bauern Mist von Kollegen, Pferdezüchtern oder Viehbetrieben beziehen können, die zu viel davon haben.

Auch sollen die Bauern nach dem Ernten von Raps, Mais oder Getreide andere Pflanzen auf den Feldern sähen und diese stehen lassen, das verhindert die Erosion und das Austrocknen des Bodens. Im ersten Projektjahr wurden auf mehr als 715 Hektaren (ca. 1000 Fussballfelder) solche Massnahmen umgesetzt, die zu mehr Humus oder zum Erhalt des wertvollen Humus führen sollen.

Kampf gegen das Klimagas CO2

Das Projekt im Kanton Solothurn wird von der Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften Zollikofen begleitet und ausgewertet. Für erste Resultate sei es nach dem ersten Jahr noch zu früh, sagt Felix Schibli. Er ist trotzdem schon jetzt überzeugt, dass das Projekt zu fruchtbarerem Ackerland führen und auch einen Beitrag zu einem besseren Klima leisten wird.

Mit der Erhöhung des Humus-Gehalts im Boden kann der Atmosphäre CO2 entzogen werden. Deshalb ist Humus sehr wichtig.
Autor: Felix SchibliChef Solothurner Amt für Landwirtschaft

Für das Projekt stehen während sechs Jahren 3,9 Millionen Franken zur Verfügung. 80 Prozent davon bezahlt der Bund, 20 Prozent steuert der Kanton Solothurn bei.

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