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«Wir machen mehr als andere. Warum sollen wir nicht darüber sprechen?»
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Solothurner Uhrenhersteller Mondaine wird leicht grün

Auf dem Flachdach der Mondaine Fabrik in Biberist ist seit kurzer Zeit eine Photovoltaikanlage in Betrieb. Die 800 Quadratmeter grosse Solaranlage soll rund 80 Prozent der Energie liefern, welche der Montagebetrieb im Jahr verbraucht. Mondaine sei in der Uhrenbranche auf diesem Gebiet ein Vorreiter, so Mitinhaber André Bernheim. Nachhaltigkeit oder Klimaschutz seien in der Branche noch keine grossen Themen.

Solaranlage auf einem Flachdach. Dahinter eine grosse Uhr.
Legende: SRF

In der Fabrik an der Gemeindegrenze zur Stadt Solothurn werden die Uhren der Marken Mondaine, M-Watch, Luminox und anderer Markennamen montiert. Rund 70 Mitarbeitende sind hier beschäftigt, weiter 45 am Hauptsitz in Pfäffikon SZ und einige wenige in Fernost. In Biberist werden Teile von Zulieferern aus der ganzen Welt zu Uhren zusammen gesetzt.

Uhrmacherin.
Legende: SRF

Mit der eigenen Solaranlage oder der «Mondaine essence» – eine Uhr mit einem Gehäuse aus Bio-Kunststoff und Armbändern aus Naturkautschuk – folge man nicht einfach einem aktuellen Trend. «Den ersten Schritt haben wir 1993 gemacht, als wir das erste Mal Altmetall eingeschmolzen und daraus neue Uhrengehäuse gemacht haben», so Bernheim. Diese Modelle wurden damals allerdings nicht sehr gut verkauft.

Aber auch die aktuellen Nachhaltigkeitsbemühungen unternehme man nicht aus Marketingabsichten. Allerdings: «Wir machen wirklich mehr als andere. Warum sollen wir nicht darüber sprechen? Wir lassen es uns Geld und Zeit kosten.»

Uhrwerke.
Legende: SRF

Das Konzept mit den Uhrgehäusen aus umweltfreundlicherem Kunststoff sei nun ein weiterer Schritt, erklärt André Bernheim. Mondaine forsche weiter an neuen Materialien. Die Verpackung etwa soll künftig nicht mehr wie gewohnt eine aufwändig produzierte Schachtel sein aus Karton und Kunststoff, sondern ein Etui aus recycliertem PET.

Fabrikfassade mit Aufschrift «Mondaine Haus».
Legende: SRF

Neben den Materialien für die Uhrenherstellung kümmere sich Mondaine auch in anderen Bereichen im Nachhaltigkeit. Mit den Zulieferfirmen seien etwa Vereinbarungen unterschrieben worden und in der Fabrik in Biberist würden Verpackungen wieder verwertet. Ob sich die ganzen Bemühungen um Nachhaltigkeit finanziell auszahlen, das könne man aber noch nicht sagen, meint Mondaine-Mitinhaber André Bernheim. «Wir sehen die Möglichkeit, mit gutem Beispiel voran zu gehen. Es ist vielleicht nicht rentabel, aber es ist das Richtige in der heutigen Zeit.»

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Julian Rossdeutsch  (JuRo)
    Es ist nicht rentabel, weil subventionierter und importierter Billigstrom eingespiesen wird statt die Schweizer Industrie für erneuerbare Energien zu fürdern. Denkt man mal darüber nach, dass wir zum Teil heute noch nicht wissen, wo verbrauchte Brennstäbe gelagert werden sollen, erklärt sich der Handlungsbedarf von selbst. Am Ende zahlt es der Steuerzahler - finanziell oder die Folgen veralteter Atommeiler. Guter Schritt von Mondaine! Es wird sich noch lohnen.
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